Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 9 (September 1846)
- Date
- 1846-09-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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154 Jerusalem *). Da wird sein Volk ihn loben: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! — 2) Hierauf cheilte der Bischof Einiges aus seinem Leben mit; den« durch den Beruf, der von der Vorsehung durch unfern König an ihn ergangen, sei er in eine besondere Verbindung mit der evangelischen Kirche Deutschlands und besonders mit den lebendigen Theilnehmern an der Sache Gottes versetzt worden. Er wolle durch die nachfolgenden Mittheilungen unsere Blicke auf die Vorsehung des Herrn richten, der ihn ohne sein Wissen mannigfach für den neuen Beruf vorbereitet habe. Freilich seine Bildung sei verschieden von der Bildung Anderer. „Sie ist nicht geschehn auf der Universität, sondern in Räuberhölen, in der Wüste, unter wilden ThiereN, durch Krankheiten, wobei der Herr die Mittel segnete, daß sie mir zu Büchern wurden, aus denen ich seine Gnade, Macht, Weisheit erkannte." Gobat bekannte,* er habe seine erste Zugend unglücklicher Weise im Unglauben und Leichtsinn zugebracht, bis der Herr ihm, im neunzehnten Jahre seines Alters, den Reichthum seiner Gnade gegen einen armen gefallenen Sünder geoffenbaret habe, auf eine Weise, die ihn nie einen Augenblick zweifelhaft gelassen, es sei der Herr, der ihn zog. — Von da an war es sein Wunsch, sein ganzes Leben dem Dienste des Herrn zu widmen. Er wußte eine Zeit lang nicht, in welchem Berufe. Oesters kam ihm zwar in den Sinn, zu den Heiden zu gehen, aber er gedachte an seine geringen Kennmisse, und glaubte auch zum Lernen schon zu alt zu sein. Jedoch kam der Gedanke immer aufs Neue, bis er endlich betete, der Herr möge, wenn es sein Wille sei, ihn berufen. Täglich fühlte er sich gedrungen zu diesem Gebete. — An einem Sonntage ging er in die Einsamkeit, um sich aufs Neue dem Herrn zu übergeben. Er flehete, der Herr, wolle ihm seinen Willen kund thun und ihm nicht erlauben, seine eigenen Wege zu wandeln., Da empfing er in seinem Herzen die Ueberzeugung: *) So heißt es in der Englischen Uebcrsetzuyg iw Sach. 12, 6., «» Luther sagt: Jerusalem soll noch fürder bleibe« a» Ihrem Lkt z» Zerusaltw.