Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 9 (September 1846)
- Date
- 1846-09-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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„Zch bi» erhört!" — ahnte aber nicht, auf welche Weise. Zu Hause wieder angelangt, fand er eine Dame, die mit dm Mitgliedern der Baseler Missionsgesellschaft bekannt war. Sie wußte nichts von Gobat's Gedanken; aber bei seinem Eintritte in's Haus war ihre erste Frage: „Wollen Sie Missionar werden?" — „Za, wenn mich der Herr ruft!" antwortete er. Sie sagte außer jener Frage weiter nichts. Nach drei Wochen erhielt er einen Brief von Basel, in welchem er aufgefordert wurde, er solle sich bereit halten, zu kommen — und doch hatte er sich nicht gemeldet. — Von da an war sein Entschluß, sich in allen Stücken dem Herrn zu ergeben. Er blieb in Basel über zwei Jahre. Es wurde beschlossen, er solle nach England gehen in den Dienst der kirchlichen Gesellschaft. Nach seinem vorhin ausgesprochenen Vorsätze fühlte er sich genöthigt, zu folgen, obgleich er mancherlei Bedenken hatte. Daher fragte er bei seinem Abschiede von Basel den Präsidenten des dortigen Comites, ob er, im Fall das Verhältniß sich nicht nach Wunsch gestalten sollte, es ihm erlauben würde, auf eigene Hand nach Ab essinien zu gehen. „Wenn der Herr Sie so leitet, habe ich nichts dawider," war die Antwort. In England war die erste Frage des Comites an Go bat: „Wollen Sie nach Abessinien gehen?" Mit Freuden natürlich nahm er den Ruf an. 1826 begab er sich mit Br. Kugler auf den Weg. Als sie in Egypten anlangten, fanden sie alle Thüren nach Abessinien verschlossen. Manche Reisenden hatten müssen ümkehren. Die Ursache war folgende. Bor 200 Zahrm hatten die Jesuiten so viel Einstuß gehabt, daß der König den Papst anerkannte und zuletzt ein Blutbad gegen die anrichtete, die sich, nicht dem Papste unterwarfen, so daß an einem Tage mehrere Tausmd Menschen sielen. Das erweichte aber des Königs Herz; er wollte nun nicht mehr verfolgen. Die Jesuiten suchten ihn zu vergiften; ohne sie dafür zu strafen, ließ er sie im Lande. Sein Sohn, und Nachfolger war ihnen nicht so günstig. Auch diesen wollten sie vergiften. Zuletzt sammelten sie alle Anhänger.