Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 9 (September 1846)
- Date
- 1846-09-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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bisweilen diese Brunnen mit Angst suchen, nachdem wir uns von ihnen entfernt hatten, wie der Wanderer in der Wüste, wenn wir sie dann gefunden haben, so ist es mit Freuden, daß wir Gnade um Gnade schöpfen. Alsdann wird uns mehr und mehr geschenkt, gesinnet zu sein, wie Zesus Christus auch war; die Liebe Gottes wird ausgegossen in unser Herz. — Dann geschieht, was hier gesagt ist, nicht als Gebot, sondern als natürliche Folge des Heils: „Ihr werdet sagen zu derselbigen Zeit: danket dem Herrn, prediget seinen Name» — daß er einen Namen über alle Namen hat, den einzigen Namen, darinnen wir sollen selig werden, dm Namen, von welchem es heißt: Er ist ein festes Schloß; der Gerechte läuft dahin und wird beschirmet. (Sprüche 18, 10.) „Machet kund unter den Völkern sein Thun," Hebr. (vnV'by) seine Thate», — seine großen Thaten, nicht der Schöpfung, sondern der Erlösung, der Liebe Gottes und Christi; was dieser während der Zeit seines Lebens auf Erdm gethan und gelitten, insonderheit sein Sieg zu Gunsten der Gläubigen, und was er noch thut vom Himmel, soll „kund werden in allen Landen." Es ist die Schuld der Christenheit, daß sie so lange Kenntniß von diesen großen Thaten der Barmherzigkeit Gottes hatte, und dennoch ruhig saß, und dachte nicht daran, das Wasser des Lebens den durstenden Heiden mitzutheilen. Wenn aber das Volk Gottes einmal es zu Herzen nimmt, seine Thaten zu verkündigen, dann hat er ein Wohlgefallen daran, sich mehr und mehr zu offenbaren. Denn es heißt: „Zauchze und rühme, du Einwohnerin zu Zion." — Wer ist Zion? Es sind wohl die Kinder Gottes noch zerstreut in allen Landen, doch kann es schon heißm, daß der Heilige groß ist bei den Seinigen inwendig, aber von außen ist es nicht zu sehen. Aber es wird erscheinen in der Christenheit, und buchstäblich in Zerusalew, daß noch bewohnt werden wird in