Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 9 (September 1846)
- Date
- 1846-09-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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¥■ 152 auf dem Holz (1. Petri 2, 24.), dann Mt-die Last des Zornes Gottes von uns. — Aber wenn ein armer Mensch auch schon diese Gnade erfahren, schon Vergebung empfangen und das Zeugniß des Geistes hat — wenn er sich selbst betrachtet mit dem Verderben seines Herzens, mit der Schwachheit seines Willens, der Finsterniß seines Verstandes, dm Versuchung«» von allen Seiten, sichtbaren und unsichtbaren, hätte er alle Ursache sich zu fürchten, er möchte wieder in den Zustand seines frühem Elendes zurückfallen. — Wir dürfen uns aber nicht so fürchten; denn wie der Herr unser Heil geworden ist, so auch „unsere Stärke." Seine Gnade ist mächtig in -er Schwachheit seiner Kinder. Ze mehr wir unsere Schwachheit fühlen, desto mehr kann sich seine Gnade offenbaren. „Darum bin ich sicher und fürchte mich nicht" — vor dem Zorn der Menschen, den Gefahren des Lebms, dem Fürsten dieser Welt, so mächtig er wird in dm Kindern des Unglaubens. Denn der Allmächtige ist die Stärke aller Gläubigen. Darum ist er auch „unser Psalm." Darum »vird unser ganzes Herz sich immer ermuntern zum Lobgesange, zur Verherrlichung nicht nur mit unserm Munde, sondern mit dem ganzen Wesen. Wenn wir einmal dazu gelangen, sagen zu könnm: Er ist mein Heiland rc., dann ist uns der neue Weg gebahnt zu den Schatzkammern Gottes; dann erfüllt sich auch diese Weissagung: „Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen." Heilsbrunnen sind dieselben, aus denen uns Heil geworden, die ewige Barmherzigkeit und Liebe Gottes zu uns gefallenen Geschöpfen, nach welcher er beschloss«» hat, uns zu erlösen; die Wunden Zesu Christi, aus denen das Blut geflossm, das uns rein wäscht von unfern Sünden, das besser redet, dmn Abels. Freilich so lange wir in der Wüste der Welt uns befinden, erfahrm wir oft Durst, Schwachheit, Müdigkeit, oft Verlangen nach Hülfe und Gnade, nach neue« Licht; aber ob wir auch