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Dibre Emeth · 1846-09-01 · Heft 9 (September 1846) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 9 (September 1846)
Date
1846-09-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Wir lassen ihnen diese Idee, kann sie ihnen Frieden im Leben und Trost im Tode geben, gut; uns kann sie diese Güter nicht gewähren. ES ist uns auch nicht unbekannt, daß viele Israeliten so ungläubig sind, daß sie, wenn vom Messias die Rede ist, sprechen: Geld ist mein Messias, bürgerliche Gleichstellung der Juden mit dm Bewohnern der Länder, in welchen sie lebm, ist unser Messias. Ist Geld der Messias, nun dann sind die Reichen unter Israel wohl innerlich wie äußerlich glücklich? Aber ob sie das sind, möge» sie selbst sich beantworten. Ist bürgerliche Gleichstellung der Juden mit den Christen der Messias, dann sind wohl die Juden in Holland und Belgien, in Frankreich und Amerika im Besitz des Friedms, der weder durch die Trübsale dieses 8ebms, noch durch die Schrecken des Todes gestört und geraubt werden kann? Daß dem aber so sei, müssen wir sehr bezweifeln. Doch wm» auch viele Israeliten nicht glauben an die Verheißung von einem persönlichen Messias, Israel als Volk glaubt's, Israel erwartet ihn, den Verheißenen; allein es glaubt nicht, was der Geist der Weissagung durch dm Mund seiner Knechte im alten Bunde über die Weise sagt, in welcher der Messias das in Rede stehende Reich gründen soll. Dies Reich ist, wie wir gezeigt haben, das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens und der weltüberwindenden Kraft. Wollen wir Theil nehmen an diesen Gütern, so muß die Sünde, die uns von Gott trennt, hinweggethan werden, und sie wird hinweggethan, wenn sie gettlgt wird. Keiner aber der Sünder kann sie tilgen; kann doch kein Bruder dm a»der» erlösen, noch Jemand Gott versöhnen, Ps. 49, 7. Der aber soll sie tilgen, der ohne Sünde ist, der Niemand Unrecht gethan hat und in dessen Munde kein Betrug erfunden worden. Wer aber ist der? Der Knecht des Herm, von dem Zesaias 53 spricht: „Er ist um unserer Missethat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen; die Strafe liegt auf'ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden ist uns Heilung geworden. Er hat sein Lebm zum Schuldopfer gegeben; der Herr warf unser aller Sünde auf ihn; er trägt ihre Sündeu." Der Knecht des Herrn ist der Messias, der durch

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