Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 8 (August 1846)
- Date
- 1846-08-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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KÜ «betai, aber von einem ernsten Flehm um Vergeblwg der Sündm ist nicht die Rede. Wie im Vorübergehm, wie einer Sache, die sich von selbst versteht, wird a» einer Stelle der Vergebung der Sünden gedacht: „„Du verlöschest mit milder Hand das Andenken meiner Vergehen von deinem Angesicht."" Des Bittens um Vergebung bedarf es nicht, nur recitireud wird es dem lieben Gott gesagt, dass er die Vergehen verlöscht." Und! auf Seite 12 lesen wir: „David betet: Entsündige mich mit Mop, dass ich rein werdewasche mich, daß ich schneenweiß werde. Schaffe in mir Gott ein reines Herz und gieb mir einen neuen gewissen Geist;" unsere Reformfreunde beten: „Herr, die Seele, die du mir gegeben hast, ist rein und ohne Fehl." Daniel bekmm: „Wir liegen vor Dir mit unsem Gebeten, nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf Deine große Barmherzigkeit;" die Reformfteunde emen? diren seine Wotte in: „Nicht imch dem Maaße unseres Verdienstes, neiir «ach dem Maaße Deiner unendlichen Gnade flehen wir zu Dir." Zesaias bekennt: „Zch bin unreiner Lippm und wohne unter deinem Volke von unreinen Lippm;" die Reformfreunde beten: „Laß uns ferner sein die muthkgen und ausharrendm Träger des Lichts." Jeremias klagt: „Die Missethat der Tochter meines Volks ist größer als die Sünde Sodoms, die plötzlich umgekehrt ward,-darum hat sie des Herrn Zom zerstreutre;" die Reformfreunde beten: „Du hast uns zerstreut in alle Theile der Erde, auf daß wir Deinen heiligen Namen bekennm vor allen Völkern der Erde, deren Ohr ihn nie vemommen hat." — Moses verkündigt im Namen des Herrn: „Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme deines Gottes, daß du hastest und thust alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich tteffm- und wirst zerstreut werden unter alle Reiche der Erde;" die Reformfreunde beten: „Du hast unsem Sinn erleuchtet, daß wir nicht glauben, verstoßen zu sein von Deinem Angesicht, weil wir zerstreut sind unter den Völkern der Erde." Müßen wir auch fast fürchten, schon zu viel mitgetheilt zu haben, so können wir es uns doch nicht versagen, noch eine Stelle