Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 8 (August 1846)
- Date
- 1846-08-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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chsrWvtz recht Vielengelesen, unddas darür Gesagte auch recht beherzigt werden! Der Ertrag ist für die Mission bestimm, wovon awch M Thril der Mission unter Israel zu Gute kommen sollt Nr. 2t beleuchtet die gegenwärtigen religiösen Bewegungen im Zudenthumezwar nur kur;, aber auf eine ganz vortreffliche Weise. Die Berechtigung zu eurer Reform des Zudenchums kann nicht in Abrede gestellt werden, ja es ist sogar die Nochwendigkeit dazu vorhanden. „Reform heißt Zurückgestaltung, nämlich zu der ursprünglichen Gestalt." Das Zudenthum aber ist durch „ein buntes Allerlei von Sittm und Gebräuchen, Gesetzen, Weisheitsregeln, finnigen und unsinnigen Märchen re." verunstaltet worden, und ist daher zu einer Reform, d. h. zu einer Zurückführung auf die alttestamentliche Religion berechtigt, ja verpflichtet. Mein chre solche Reform strebt das neuere Zudenthum nicht an, es löst fich vielmehr gäitzlich von. dem Gesetze Gottes und. den Lehren der Propheten los und erhebt dm Zeitgeist über die Offenbarung; er ist die einzig wahre Religion. Würde man die wahre Reform anstreben oder zu der Lehre Moses und der Propheten zurückkehrm, dann würde man auch genöthigt werden anzuerkennev, daß Jesus von Nazareth der verheißene Messias sei; denn in Ihm haben das Gesetz und die Propheten ihre Erfüllung gefunden. Daran aber werden die Reformfreunde verhindert, weil sie, von dem Zeitgeist verblendet, keinen Begriff haben, weder von der Heiligkeit Gottes noch von der Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürstigkeit des Menschen; daher denn auch keine Sehnsucht nach Erlösung. — Dies ungefähr sind die leitenden Ideen des Schriftchens, die auf eine einfache, Laxe und schlagende Weise entwickelt und aus d«u Auftufe der Rkformgenüffenschast in Berlin vom 2. April 1843 und chrem neuen Gebetbuche nachgewiesen werden. Wir können uns nicht enthalten, einige Stellen hier mitzutheilen. Die Gebete werden Seitell also charaktcrjsirt: „Darin wird um Alles gebenur nicht um das Eine, was Noch thut. Da wird den Kindern Frohsinn und der Jugend edler Wille, und dem Manne Ernst, und demWeibe liebende Ausdauer, und dem Greise Lebenshpiter-