Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 8 (August 1846)
- Date
- 1846-08-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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132 rügen Monaten an der Spitze anderer Juden, rin jüdischer Lehrer, beseelt mjt dem größten Eifer für denThalmud, mit Festigkeit und Liebe für das Zudenchum und in dem Wahne, daß sein bloßer Anblick einen Juden zu der Religion seiner Väter, die er verlassen wolle, zurückbringen müsse. Er setzte seine Besuche und Disputationen mehrere Wochen hindurch fort, bis er endlich, statt zu siegen überwunden, wie Nicodemus bei Nacht kam und fragte: was muß ich thun, daß ich selig werde! Ein anderes Beispiel dieser Art ist einer der gegenwärtigen Zöglinge des Instituts, ein Jüngling von liebenswürdigem Charakter, welchem ich nach fast einjährigem Unterricht und fleißiger Beobachtung seines Lebens und Wandels das Zeugniß eines demüthigen Jüngers des Herrn geben kann. Er kam, wie er selbst erzählt, zuerst mit andem Juden sogar in der Asicht, seinen Bruder, der eben getauft werden sollte, zu ermorden. Aber ihr Anschlag wurde vereitelt, und derselbe Mensch ist nun durch die Gnade Gottes aus einem heftigen Verfolger ein demüthiger Nachfolger des Herrn Jesu geworden. — Ich könnte noch mehrere solcher Beispiele anführen, aber ich glaube, daß die angeführten hinreichend sind, zu zeigen, wie das Institut in seinem gegenwärttgm Zustande sich segensreich für -Israel bewährt, und daß das Evangelium Christi, welches daselbst verkündet wird, für die Juden eine Kraft Gottes zur Seligkeit wird durch die Bekehrung solcher, die ftüher Feinde des Evangeliums waren, nun aber Gott angenehm sind um der Väter willen, und um ihres Glaubens willen an Christum. Ich freue mich einen deutschen Brief unter meinen Papieren zu finden, den ich wenige Wochen vor meiner Abreise aus Warschau von zwei Proselyten erhielt, die 6 Monate in der Anstalt waren, indem aus demselben recht klar hervorgeht, wie segensreich die Warschauer Proselyten- Anstalt überhaupt für das Zudenthum ist. Das Bettagen der erwähnten zwei Jünglinge war sowohl vor als nach ihrer Taufe sehr beftiedigend. Da sie beide Weber sind, so kehrten sie einige Monate, nachdem sie feierlich in die KircheChristi aufgenommen worden waren, wieder zu ihrem Handwerk zurück Sie gingen nach Lodz-demselben Orte, von welchem sie ge?