Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 8 (August 1846)
- Date
- 1846-08-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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131 tes M predigen, und sie Verlagen uns nicht selten tief «griffen vpn dem, was sie gesehen und gehört haben, und trage» es durch alleThelle des Landes. Das Erste was ihnen auffällt und sie in Erstaunen setztist unsere kleine hebräische Kapelle. Da sie nämlich immer erwarten, etwas dem Götzendienste Aehnliches bei uns zu finden, so smd sie, wenn nichts der Art ihnen entgegentritt, darüber verwundert wie auch über die Reinlichkeit und Anständigkeit des Ortes, und besonders wenn sie die Kanzel mit der hebräischen Zuschrift schen, 1 Könige 8, 36. „Du wollest hören im Himmel, und gnädig sein der Sünde deiner Knechte, und deines Volkes Israel, daß du chnen den guten Weg weisest, darinnen sie wandeln sollen." Wie, sagen sie dann, das ist ja sehr schön, das ist ganz jüdisch, wie kommt das hierher? Sie sehen sich um, sie suchen nach Bildem irgend einer Art, aber statt dessen sehen sie das Vateuuiser, das apostolische Glaubensbekenntniß, die 10 Gebote in hebräischer Sprache mit Buchstaben geschrieben, gross gmug, daß sie solche in ziemlicher Entfernung lesen können; und darin finden sie nichts Anstößiges, sondern im Gegeutheil sehr viel, das ihnen gefällt und ihre Auftnerksamkeit fesselt. Sie untersuchen unsere Bücher und finden da die Bibel und unser Gebetbuch in ihrer eigenen Sprache, und es gefällt ihnen. Sie Hören die Zöglinge Psalmen und andere Lieder in hebräischer Sprache singen, vernehmen, daß sie im Ten ach (der Bibel) unterrichtet nmden, und findm, daß sie die Bibel nicht imr kennen, sondern auch an ihre Wahrheit glauben, und besser darin unterrichtet werden, als es in den rabbinischen Schulen geschieht. Auch vernehmen sie, daß die Zöglinge dwcch den Unterricht und die Erziehung in unserer Anstalt zu nützlichen Mitgliedern der bürgerlichen Gesellschaft heran gebildet werden; — und sie sind, nachdem sie alles dies gesehm, gehört und verstanden Haben, in Erstaunen versunken, bis sie endlich nicht seltm sich gedrungm fühlen, zu bekennen, solche Dinge haben Mir nicht erwartet, es ist in der That gut hier zu sein! — Es fehlt nicht an Beispielen, daß Juden, die nur in der Absicht kämmihre Brüder vom Uebertritt zum Ehristenthum abzuhaltm, später selbst der Wahrheit geneigt wurden. So kam erst vor ei-