Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1846)
- Date
- 1846-07-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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verspürt, und cs zeigt sich so recht deutlich, daß sie, nachdem sie das Christenthum im geselligen und praktischen Leben wahrgenommen haben, auch die Predigt weit besser verstehen, als wenn ihnm ein bloß theoretischer Unterricht in der Anstalt ertheilt würde. Obgleich es nicht an Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten fehlt und selbst die Anordnung und Einrichtung aller dieser Dinge fortwährende und ernstliche Sorge erfordern, so ist es doch erfreulich, befriedigend und ermunternd für mich, so wie es für jeden wahren Freund Israels sein muß, diejenigen, welche durch unsere Bemühung zu der seligmachenden Erkenntniß der Wahrheit gebracht worden sind, so vereint zu sehn, nicht durch menschliche Gesetze und Vorschriften, sondern durch das Eine Gebot, welches Christus, unser Herr, seinen Jüngern als ein Neues gegeben hat, nämlich das Gebot der Liebe. Wenn wir den Nutzen und die heilsamen Folgen aus den Augen verlieren, so werden manche der genannten Gegenstände kleinlich und unbedeutsam erscheinen. Und sie würden in der Thal auch mir so erscheinen, wäre ich nicht überzeugt, daß, wenn diese scheinbaren Kleinigkeiten verabsäumt würden, nicht viel Gutes von der Anstalt zu erwarten wäre. Ich weiß es aus Erfahrung, und der Erfolg hat es hinlänglich bewährt, welch einen mächtigen und Heilsamen Eindruck diese Kleinigkeiten, oder mit andern Worten, diese gütige und freundliche Behandlung auf das Gemüth junger Leute macht, die Vater und Mutter, Brüder und Schwestern, Freunde und Heimath um Christi willen verlassen haben. Sie erwarten natürlich einen Ersatz für das, was sie verlassen haben, und besonders, daß sie von uns in Liebe unterrichtet und geleitet werden. Ich habe aber auch stets gefunden, daß der praktische Unterricht, den sie durch den geselligen Umgang mit den Gliedern der Mission erhalten, sich in ihr Gemüth tief cinprägt und die beste Vorbereitung für den regelmäßigen Unterricht ist. In wie weit dies Alles zur Ehre Gottes und zum Heil seines Volkes Israel gethan und von Ihm, ohne den wir nichts thun können, das Ihm wohlgefällig ist und zu seiner Ehre gereicht, auch in Gnaden angesehen und gesegnet worden ist, wird