Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1846)
- Date
- 1846-07-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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120 werkelt zu dm nochwendigen Erfordernissen für eimn Lehrling gerechnet, wen» er ausgeschrieben werden soll. Dieser Unterricht, der von dem Herrn Blödner ercheilt wurde, hat jedoch wegm der vielen äußern Schwierigkeiten, mit denen ich zu kämpfen hatte, einstweilen zu meinem großen Bedauern ausgcsetzt werden müssen. Zn der englischen Sprache aber wird selbst währmd meiner Abwesenheit unterrichtet, indem Herr Lange diesen Unterricht übernommen hat. Ich darf auch nicht unerwähnt lassen, daß die Zöglinge im Biblisch-hebräischen unterrichtet werdm, theils von dem Herrn Goldingrr, wenn sich derselbe nicht auf MissionS-Reisen befindet, Heils von mir selbst, wenn meine andern Arbeiten es erlauben. Daß ich stets und mit Freuden bereit bin, den Zöglingen außer dem regelmäßigen Religionsunterrichte auch noch jeden in meiner Macht stehenden Beistand zu leisten, sowohl in Betreff ihrer zeitlichen als geistlichen Wohlfahrt, und daß ich jede Gelegenheit benutze, ihnen den Aufenthalt im Znstitut lieb und heimisch zu machen, bedarf wohl kaum einer Erwähnung. Am Wcihnachts- und Neujahrstage, an Ostern und Pfingsten halten wir um 6 Uhr Morgens besondere Gebetsversammlungen, und die Tage, an welchen Taufen stattfinden, werden stets mit angemessener Feierlichkeit für die Zöglinge begangen. Die Taufzeugm, so wie andere Proselyten und Freunde, versammeln sich dann in der Anstalt, wo alsdann ein besonderer Gottesdienst gehal-- te» wird. Geburtstage werden auch oft als eine Gelegenheit zum geselligen Umgänge und geistiger Ausbildung benutzt. Auch haben wir eine Haus- oder Anstalts-Mission, die den Zweck hat, sowohl christliches Leben unter den Proselyten zu befördern, als mich gläubigen Zsraeliten temporäre Hülfe angedeihen zu lassen- Sie hat bereits viele gute Früchte getragen, indem sie zum großen Segen für die Zöglinge geworden ist. Die zweite Jahresfeier, die am 15. Zanuar d. Z. gehalten wurde, war m der That erfreulich. Unsere Kapelle war von Theilnehmern ganz angefüllt. Der Herr war in Wahrheit mit uns; denn da durch diese Feier beabsichtigt * wurde, dem alten Bundesvolke einen Segen znzuwendeo, so hatten wir auch den Segen dessen, der verheißen har: „Ich will seg-