Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1846)
- Date
- 1846-07-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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IIS der Dienstboten und derjenigen Personen, die nicht hebräisch verstehen. Das Abendgebet findet um 9 Uhr in deutscher Sprache statt mit gelegentlicher Erklärung und Anwendung des gelesenen Abschnittes der heiligen Schrift. Sonntags und Mittwochs Abends um 7 Uhr, wie auch Sonntags Morgens um 9 Uhr wird jedoch ein vollständiger Gottesdienst in deutscher Sprache gehalten, und überdies habe ich auch Sonntags Nachmittags um 4 Uhr einen englischen Gottesdienst angefangen. Seitdem eine Hauskapelle im Institut eingerichtet worden, haben wir Sonnabends Nachmittags um 3 Uhr hebräischen Gottesdienst, welcher von Juden und Proselytcn, die nicht Mitglieder des Instituts sind, zahlreich besucht wird. — Den in hebräischer Sprache gelesenen Gebeten folgt eine Predigt, die entweder in polnisch-jüdischer, oder in deutscher Sprache gehalten wird, je nachdem sie für die Zuhörer am geeignetsten ist. Außerdem erhalten diejenigen, welche zur Taufe vorbereitet werden, jeden Tag noch besonderen Religionsunterricht. Auch wird den Zöglingen in unserer Anstalt Elementarunterricht im Lesen, Schreiben, Rechnen u. s. w. ertheilt, welches um so nothwendiger ist, da die meisten von denen, die aus den Provinzen, und selbst solche, die aus der Stadt kommen, weder deutsch lesen noch schreiben können, sondern nur das Jüdische verstehen, welches jedoch gar keinen Nutzen für sie hat, sobald sie Christen werden. Der Unterricht im Choralgesang, woran sie alle Theil nehmen, hat in letzterer Zeit viel zur Belebung unserer Gottesdienste brigrtragen, wodurch auch das Interesse der iheilnehmenden Juden und Christen sehr zugenommen hat. Auch ist bis vor Kurzem Unterricht im Zeichnen, in der englischen und französischen Sprache ertheilt worden, aber nur denjenigen, die sich durch Fleiß und gutes Betragen auszeichneten and in diesen Gegenständen unterrichtet zu sein wünschten. Zeichnen ist für jeden Handwerker auf dem Continent eine höchst nützliche Kunst, und ohne dieselbe könnte die Galanterie-Arbeit, welche jetzt in unserm Institut geliefert wird, nicht mit der Zierlichkeit und dem Geschmack ausgeführt werden, wodurch sie sich vor ähnlichen Arbeiten, anderwärts verfertigt, auszeichnet. Auch wird das Zeichnen bei einigen Hand«