Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1846)
- Date
- 1846-07-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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118 Bericht über -Le Proselyten - Anstalt in Warschau. Dieser Bericht, der von dem Herrn Prediger West, Borsteher der Anstalt, seiner Gesellschaft in London cingcrcicht und im Novemberhefte des Jewisli Intelligence vom v. Z. mitgetheilt wurde, ist uns, ins Deutsche übertragen, von einem Freunde zugesandt worden mit der Bitte, ihn in die Dibre Emcth aufzunehmen, damit er auch in Deutschland bekannt werde. Wir erfüllen diese Bitte um so lieber, da dieser Bericht sowohl die Art und Weise, als auch die Erfolge der Wirksamkeit der Missionare unter den Juden so recht klar vor Augen legt und daher auch ganz geeignet ist, die mancherlei Borurtheile gegen die Mission unter Zsrael, in denen leider selbst noch viele Christen und fast alle Zuden befangen sind, zu entfernen, oder doch wenigstens zu erschüttern, sobald nur ein offenes Ohr für die Wahrheit vorhanden ist. Herr West berichtet also: Seit 2£ Zähren, während welcher Zeit das Institut unter meiner Leitung steht, belief sich die Zahl der Zöglinge stets im Durchschnitt auf 20, und die Anzahl derer, welche im verflossenen Jahre die Wohlthat der Anstalt auf längere oder kürzere Zeit genossen, beträgt 43. Die Gewerbe, welche darin erlernt werden können, sind die Buchdruckerei und Buchbinderei. Diejenigen, welche vor ihrer Aufnahme in die Anstalt schon ein Handwerk erlernt haben, bleiben darin nur so lange, bis sie im Christcnthum unterrichtet und getauft worden sind, wonach sie zu ihrer früheren Beschäftigung wieder zurückkehren. Diejenigen aber, welche kein Handwerk erlernt und auch keine Neigung für die beiden in der Anstalt zu erlernenden haben, verbleiben so lange in derselben, bis sich eine ihrem Wunsche entsprechende Beschäftigung darbietet. Die Hausordnung ist folgende. Zeder Tag wird um 4 Uhr Morgens mit Gebet und Lesen des Wortes Gottes angefangen. Diese Morgenandacht wird dreimal in der Woche in hebräischer, und dreimal in deutscher Sprache gehalten; letzteres zum Nutzen