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Dibre Emeth · 1846-07-01 · Heft 7 (Juli 1846) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 7 (Juli 1846)
Date
1846-07-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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117 itt täglichem Gebrauche ist. Diese Zuden sollen seit undenklichen Zeiten in diesem Theile Indiens wohnen, und als sie zuerst die Aufmerksamkeit der Europäer auf sich zogen, so fand es sich, daß sie durchaus nichts von irgend einer Gemeinschaft mit ihren Brüdern, die in andern Theilen der Welt zerstreut leben, zu berichten wußten. Man sagt, daß sie von den prophetischen Büchern des alten Testaments kein einziges besaßen und mit der Geschichte ihres Volkes seit der babylonischen Gefangenschaft ganz unbekannt waren; daß sie nicht das Purim- oder Hamansfcst feierten und niemals etwas von der Zerstörung des Tempels in Jerusalem gehört hätten. Ihre Namen sind ganz verschieden von denen, die den Stämmen Juda und Benjamin eigen und nach der Rückkehr aus Babylon unter den Zuden so allgemein sind. Sie nennen sich selbst B'ue Israel (Kinder Israels) und sind auch ihren Mahrattischcn Nachbarn unter diesem Namen bekannt, Aahudi (Zuden) wollen sie nicht genannt werden und leugnen jeden Zusammenhang, ausgenommen den der Gemeinschaft des Glaubens, sowohl mit den schwarzen Juden auf Malabar, als auch mit ihren weißen Brüdern in Arabien und Persien. Sie haben, wie man sagt, die markirten Gesichtszüge ihres Geschlechts und sollen sich vor den Hindus und Muhamedanern durch Urberlegcnheit des Geistes und Integrität des Charakters auszeichnen, was sie nicht selten zu den wichtigsten Aemtcrn empfiehlt, besonders in der Armee, wo sie gewöhnlich zu den besten Soldaten gehören und sich oft zu dem Range eines eingeborncn Offiziers empor schwingen. Es wird dem Comitv berichtet, daß diese Zuden fast gar keine Kenntmß der hebräischen Sprache mehr habm; denn obschon sie ihre Gebete hebräisch hersagen, so verstehen dennoch nur sehr Wenige die Bedeutung der Wörter, deren sie sich bedienen, jedoch bemerkt Herr Pigott, daß, seitdem sie durch die Mahratlische Uebersitzung mit ihrer eigenen heiligen Schrift bekannt geworden sind, sie auch in dem Verständniß des Hebräische» merkliche Fortschritte gemacht habem

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