Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1846)
- Date
- 1846-07-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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113 Gegründetes gegen die alte Auslegung dieser Worte sagen lässt, wonach das zweite Glied einschaltet, wie die dem Knechte Gottes im ersten Gkiede bereitete Schmach in ihr Gegentbeik umschiägt, wie man ihm zwar bei dm Lasterhaften, den Verbrechern das Begräbniß bestimmte, er jedoch gegen Erwarten in eines Reichen Grabe nach seinem Tode war. Wir hätten dann einen etwa mit Sach. 11, 13 zu vergleichenden besondern Zug, den die göttliche Vorsehung an unserm Herrn erfüllt hat. Es bedürfen nur die Schwierigkeiten des 49sten Cap. noch einer Besprechung. Denn hier würden scheinbar dem Messias Dinge zugeschrieben werden, die nur im Exil ihre Erklärung finden. Er würde den Gefangenen (in Babel) die Befreiung ankündigen, ja sie selbst zurückführen. Allein die richtige Einsicht in das Wesen der Weissagung bietet die Lösung dar. Die Heilsverki'mdungen der Propheten stehen im genauen Zusammenhang mit den Uebeln der Zeit; Ihr Inhalt wiegt das Leiden derselben , ihre vorzüglichste Noch auf; und eine dem entsprechende Weissagung wird zu einer Grundlage der später«, die ersichtlich weit Größeres umspannt. So war die Spaltung zwischen Ephraim und Zuda das traurigste Ereigniß in der ganzen Geschichte Israels; darum weissagt Hoseas Cap. 2, 2: „Es sammeln sich die Kinder Zuda und die Kinder Israel zumal und setzen sich Ein Haupt;" und es mußte als ein Zeichen der messianischen Zeit angesehen werden, daß zwischen beiden Reichen Liebe und Einigkeit herrschen würde. (Zes. 11, 13.) Za, als Ephraim längst ans dem Lande seiner Väter vertrieben war und man an eine wirkliche Vereinigung beider Reiche nicht mehr denken konnte, da bleibt dies ein stehendes Bild, dessen sich noch Jeremias Cap. 3, 18. 50, 4 und Ezechiel Cap. 37, 19—22 bedienen, um anzudeuten, daß, wenn für das Bundesvolk die Zeit des messianischen Heils anbrcchen werde, alle innerliche Feindschaft aufhören und alle in herzlicher Liebe eins sein sollten. Die herzustellende Eintrachtzwischen Ephraim und Zuda wird zmn Bilde des Friedens überhaupt. So wenig man nun an solchen Stellen auf die buchstäbliche Fassung dringen darf, so wenig ist dieselbe erschöpfend für die in Rede stehenden Worte. Die Verbannung