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Dibre Emeth · 1846-05-01 · Heft 5 (Mai 1846) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 5 (Mai 1846)
Date
1846-05-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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78 Er kannte Dr. Wolfs, mit dem er sich auch unterhalten hatte, das N. T. aber hatte er niemals gelesen. Er versprach, uns zu besuchen, was er auch, von zwei sehr achtbaren Juden begleitet, bald that. Wir predigteil ihnen Christum, den Gekreuzigten, wogegen sie nicht viel rinwandten, sondern ihre Häupter zur Erde senkten und seufzte». Zch sagte ihnen nun: Aber warum bekehrt Ihr Euch nicht zu dem Herrn, Euer,, Gott? Der Molla: Wir erwarten, daß der Messias bald kommen und uns von den Heiden erlösen wird. Zch : Wie lange seid Ihr in diesem Lande gewesen? Molla: Seit der Zeit des Königs Cyrus. Ich: Bon welchem Stamme seid Zhr? Er: Bon dem Stamme Zuda. Zch: Zst Eure Gemeinde hier immer gewesen, wie sie jetzt ist? Er: Nein, vor 100 Zähren waren an diesem Orte 13 Synagogen und eine sehr große Zahl Zudcn; aber die Zsmaelitcn haben uns nur 3 gelassen und die eine, welche vor einigen Zähren gebaut wurde, zerstörten sie, ehe sie vollendet ward. Der andere Molla sagte: Wir sind unserer Sünden wegen in Gefangenschaft, und unserer Sünden wegen herrschen die Heiden über uns, und unserer Sünden wegen sind wir in dieses Land verbannt. Zch: Za, der Sünde wegen, deren Zhr Euch in der Verwerfung Zesu von Nazareth schuldig gemacht habt, ist der Zorn Gottes so schwer über Euch gekommen, aber glaubet an Zesum, und sein Blut wird Euch von allen Euern Sünden reinigen. Er: Gebt mir -das Evangelium und ich will es lesen. Wir gaben Zhm ein N. T. lind ein Exemplar des wahren Israeliten. Er wollte jedoch diese Bücher nicht geschenkt haben, sondern sagte, daß er den nächsten Tag etwas dafür bringe» würde. Cr blieb gegen zwei Stunden bei uns, und da die andern beiden Zuden nicht hebräisch verstanden, übersetzte er ihnen Alles, was wir sagten, ins Persische. Einer dieser beiden Molla'S ist der gelehrteste Zude in Persien und steht sowohl bei den Zuden wie bei den Moslem in hohem Ansehen. Am 27. gingen wir früh in die größte Synagoge, wo wir die Zuden noch betend^ fanden. Einer der Molla's lud uns sehr frcudlich ein, ihn in seinem Hause zu besuchen, was wir am fol-

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