Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1846)
- Date
- 1846-05-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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79 genden Tage zu thun versprachen. Bon da gingen wir in eine andere Synagoge, wo wir einige Traetate und Bücher vertheilten. Wir waren kaum nach Hause gekommen, als fünf Molla's mit einer Menge anderer Juden zu uns kamen. Einige wünschten das N. T. zu haben, andere zu vernehmen, was wir ihnen zu sagen hätten. Wir predigten allen Christum, den Gekreuzigten, und zeigte» ihnen, daß, obschon in dem zweiten Tempel fünf Dinge fehlten, welche im ersten waren, der zweite doch viel herrlicher gewesen sei, als der erste, denn die wahre Schechina (Gegenwart Gottes) Jesus von Nazareth, der Sohn Gottes, kam und lehrte darin. Wir vertheilten eine große Anzahl Exemplare des N. T. und des wahren Israeliten. Biele von ihnen küßten das Evangelium und baten flehentlich um das N. T., und einige der Molla's und Lehrer blieben den ganzen Tag bei uns. Herr Stern fügt nun noch Einiges über den- Zustand der Juden in jenem Lande hinzu, der in der Thal ein höchst trauriger, beklagenswerther und rechtsloser ist und jeden wahren Christen und Freund Israels zum ernsten und anhaltenden Gebete für dies arme Bolk auffordert. Herr Stern sagt: 1. Es wird ihnen keine Gerechtigkeit zu Theil, jeder Nichtjude kann ihnen nach Belieben das größte Unrecht znfügcn, ohne zu fürchten, dafür bestraft zu werden. 2. Sie dürfen sich nicht anständig kleiden, sonst würde man sie für reich halten und sogleich plündern. 3. Wenn sie irgend etwas Werthvolles besitze», so nehmen es ihnen die Moslem gewiß weg. 4. Es ist gefährlich für sie am Freitage, dem Feiertage der Moslem, auszugehen. 5. Wenn eS regnet sind sie, im Fall sie ausgehen, großen Belästigungen ausgesetzt, da sie leicht einen Moslem bespritzen und ihn so verunreinigen können. 6. Wenn sie ein Moslem eines Verbrechens anklagt, so glaubt es gewiß die ganze Stadt, und alle sind bereit, sie hinzuschlachten. Vergangenes Jahr verbreiteten einige Pilgrimme von Mefchid Ali das Gerücht, daß die Juden in Bagdad,