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Dibre Emeth · 1846-04-01 · Heft 4 (April 1846) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 4 (April 1846)
Date
1846-04-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Dieser sandte uns Nachmittags ein paar Schafe zum Geschenk und am Abend machten wir, von einem sehr achtbaren Moslem begleitet, Sr. Excellenz unsere Aufwartung. Thce und Pfeifen wurden bald hcreingcbracht und er versprach uns zu schützen, sobald es nöthig sein sollte. Am 17. gingen wir wieder in die Synagoge, wo man uns, als wir kaum hineingetretrn waren, zur Kanzel rief. Der Molla (Rabbi) mit welchem wir bei unserm ersten Besuche das Gespräch hatten, drückte sein Bedauern aus, daß wir nicht vor der Vorlesung der Thorah (des Gesetzes) gekommen, da er uns die Ehre der Lesens hätte zu Theil werden lassen. Einige Juden gaben uns Basen mit Rosen, welche neben dem Lesepult standen, und nach Beendigung des Gottesdienstes forderten 2 Rabbiner und ein anderer einflußreicher Jude die Gemeinde auf, sich ruhig zu verhalten, während wir sie anredeten. Wir sprachen nun einige Zeit über das erste Erscheinen des Messias, über seine Verwerfung von den Juden, über seine Leiden und sein Sühnopfer, über den Grund seines ersten Kommens in Niedrigkeit und seiner künftigen Erscheinung in Herrlichkeit. Wir baten sie ernstlich an Christum zu glauben Und das dargebotene Heil nicht länger zu verwerfen. Einer der Molla's oder Rabbiner erwiederte: Wir sind in der Gefangenschaft und seufzen unterm Drucke, was können wir ihun? Ich antwortete: Glaubet an Zesum Christum, so wird er euch erlösen. Es betrübt uns sehr, euch wie Schafe ohne Hirten zerstreut zu sehen, zu hören das Jammern des Unglücks statt der lieblichen Gesänge Zions. Soll denn das Gold immer verdunkelt bleiben und das Schwcrdt allezeit von euerm Blute triefen? Nein, kommt zu Jesus, höret das beseligende Evangelium und ihr werdet Frieden und ewiges Leben finden. Hierauf antwortete die ganze Synagoge, Männer, Frauen und Kinder laut: „Amen." Möge es schnell, schnell geschehen und möge der Segen Gottes auf euren Häuptern ruhen. Wir sprachen hebräisch und die Mollas erklärten dem Volke alles, was wir sagten. Jedem Molla gaben wir ein N. T. und der Synagoge schenkten wir eine Bibel. Auf diese Weise konnten wir nicht wenigere« als 300 Seelen und zwar in

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