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Dibre Emeth · 1846-02-01 · Heft 2 (Februar 1846) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 2 (Februar 1846)
Date
1846-02-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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n lieber über den Sturz Zions, über die Zerstreuung Israels in alle Welt; wenn er damit vergleicht, was Hosea vorheryerkündiget hat (3, 4): „Die Kinder Israels werden lange Zeit ohne König, ohne Fürste», ohne Altar, ohne Priesterkleid, ohne Heiligthum bleiben; darnach werden sich die Kinder Israels bekehren und den Herrn, ihren Gott, und ihren König David suchen, und werden den Herrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit" — und wenn dann H. Ph. an seine Deelamationen henkt von dem „ganzen, vollen Leben, das noch in de» Adern Israels stießt" u. s. w., ob er-sich da nicht schämen Mag, daß er mit so albernem, lügenhaften Gerede seine armen Zuhörer hingehalten hat? Doch unser Rabbi kann nun doch einmal das Factum nicht läugnen, daß Israel in der Zerstreuung lebt. Wie weiß er dies in Einklang zu bringen mit seinen Tyraden aus , Israels gegenwärtige Herrlichkeit? Er macht aus der Noch eine Tugend, sieht eben in der Zerstreuung Israels seine herrliche Bestimmung, daß es als Religionsvolk unter allen Völkern leben soll, um unter diesen als Missionsvolk zu wirken und alle Völker zu Juden zu machen. Da lesen wir: „Wer sagt mir, wie vielen Unterricht in der Religion Israel noch der Menschheit geben wird?" (S-. 10.) — „Dereinst tritt Israel an das Thor des Lagers aller Mcnschenvölker, und spricht: zu mir, wer dem Ewigen angehöre -r und es kommen alle Menschensöhne." (S. 42.) Diese Verdrehung der Wahrheit ist um so empörender, je absichtlicher an diesen und vielen ähnlichen Stellen gerade das, was das ganze Elend Israels ausmacht, ihm zum Ruhme angerechnet wird. Welcher gläubige Christ wird es läugnen, daß das Heil der Welt von den Juden gekommen ist; aber welcher einigermaaßen unterrichtete Mensch wüßte es nicht, daß gerade das Heil, das Israel verwarf, den Heiden Licht und Leben brachte, daß gerade der Eckstein, an dem die Bauleute sich stießen, der Grundstein der christlichen Kirche wurde? Daß derselbe Jesus von Nazareth, der einst in sein Eigenthum kgm und von den Seinen nicht ausgenommen wurde; der seinen Aposteln den Befehl gab, hinzugehen in alle Welt und sein Evangelium zu predigen allen Völkern; der die Predigt seiner Apostel durch Zeichen

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