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Dibre Emeth · 1846-01-01 · Heft 1 (Januar 1846) · page 17

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Journal
Dibre Emeth
Volume
2 (1846)
Issue
Heft 1 (Januar 1846)
Date
1846-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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17 Beilage zu No. 1. der Dibre Emeth. Widersprüche in Einzelnheiten der Geschichte manchmal wohl unaufgelöset stehen lassen, aber statt daß sie uns an den Berichterstattern irre machen, müssen sie uns ein Beweis ihrer Wahrhaftigkeit sein, da Leute, welche zu täuschen bemüht waren, alles gcflissentlich gleich gemacht hätten. Aber welche großartige Uebereinstimmung findet neben diesen unbedeutenden Verschiedenheiten in der Mittheilung der Hauptthatfachen der Geschichte unsers Volkes in allen Büchern des Thenach statt! Was die Bücher Mose als eia von Gott empfangenes Gesetz überliefern, wird bestätigt.durch die Propheten, die zur Befolgung desselben als eines göttlichen ermahnen; die Wunder Gottes zur Errettung und Belehrung des Volkes, die Moses und die andern geschichtlichen Bücher erzählen, werden in den Psalmen zur Ehre Gottes besungen und hie und da in dm prophetischen Reden dem Volke zur Strafe oder zum Tröste vorgehatten. Sage mir, wie könnte diese Uebereinstimmung ftattfindeu, wenn nicht auf Grund der Wahrheit der betteffcnden Tatsachen? Denn wenn diese Wunder nicht geschehen waren, wie konnte eine solche Begeisterung des Volkes von den ältesten Zeiten, ein sich darauf gründendes Besthalten am Gesetz, das in der Geschichte beispiellos dasteht, entstehen; wie konnten aufgeklärte Männer, für die man doch die Propheten hält, solche unbegründeten Ucberlieferungen für Wahrheit haltm? Ferner diese selben Männer behaupten in Büchern, die den Stempel der Aechtheit so an ihrer Stirn tragen, daß auch die zweifelsüchtigste Kritik den meisten »hre Bücher gar nicht, dem Zcsaia und Zacharia nur zum Theil abzusprechen gewagt hat; in Büchern also, die gewiß von ihnen selbst geschrieben oder dictirt sind, behaupten diese Männer, die man doch als rechtschaffen, als die Zierde des Volkes gelten lassen will, ganz nüchtern und wiederhalentlich, daß Gott mit ihnen geredet und daß das, was sie sagen seine, nicht ihre Worte find; verkündigm zukünftige Ereignisse und berichten zum Theil, wie z. B. Zercmia, daß ihre Verkündigung in Erfüllung gegangen sei. Wie kann man nun noch wagen, zu behaupten, daß es blos menschliche Weisheit und Klugheit war, was sie redeten? Stempelt nicht solche Behauptung diese Männer, die man doch hochstellt, allzumal zu Lügnern, die deshalb noch schändlicher sind, als gemeine Lügner, weil sie die Lüge auf dem heiligsten Gebiete, auf dem der Religion aussprechen? Und wird nicht ebenso Moses, der alle Gesetze, die er gegeben, als von Gott unmittelbar gegebene Gebote überliefert, als der schändlichste Betrüger gebrandmarkt, wenn man das Gesetz für einen Ausfluß seiner eignen Klugheit hält? Und ebenso alle Mä«, 8

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