Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 2 (1846)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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7 kommen, daß er nicht zu Gott hin, sondern von Gott ab führt; sie werden zu dem Bewußtsein kommen, daß Gott ohne Offenbarung nicht erkannt werden kann. Zu den Menschensatzungen aber werden sie sich dann wohl schwerlich, wenigstens nicht allgemein, zurnckwrnden, sondern zu dem Worte Gottes kehren und mit größerer Aufrichtigkeit und Unpartheilichkeit, als es bisher geschehen ist, darin forschen, wo ihnen dann auch das Licht aufgehen wird, das ihnen Zes. 60, 2 verheißen ist. Möchten wir uns in dieser Hoffnung nicht täuschen, sondern sie recht bald in Erfüllung gehen sehen, damit auch wir noch Thcil bekommen möchten an den Segnungen, welche aus der Bekehrung Israels für die gesammte Menschheit stießen sollen. Wollten wir nun noch eine Wanderung ««treten zu den Znden in andern Theilcn der Welt, so würde sich uns ein noch viel traurigeres Bild darstellen, als das eben gezeichnete. Ncbrrall noch das strenge Festhalten an Aberglauben, Fabeln und Menschenlehren, als an den lheuersten und heiligsten Wahrheiten und dabei oft die größte Unkenntniß der heiligen Schrift, und wenn sie dieselbe auch den Buchstaben nach kennen, so wissen sie doch nichts von ihrem Geiste und ihrer beseligenden Kraft Dazu kommt noch die größte leibliche Noth und Elend allerlei Art, ja selbst Vertreibung von ihrem heimathlichen Herde, wenn bei ihnen überhaupt noch von einer Hcimath die Rede sein kann, wie in Rußland. Zn diesem Lande scheint man es überhaupt auf eine gewaltsame Bekehrung abgesehen zu haben, denn man sucht den armen Zuden die freie Ausübung ihrer Religion in jeglicher Weise zu erschweren und begünstiget dagegen ebenso den Ucbertritt zur griechischen Religion. Damit aber wird man sie eben so wenig fürs Christenthum gewinnen, wie dies in früherer Zeit gelungen ist, vielmehr stößt man sie damit zurück und trägt nur dazu bei, daß sie sich immer enger aneinander anschließen, sich immer tiefer in den allen Aberglauben hineinleben und fester mit Menschensatzungen verschanzen, ganz abgesehen davon, daß eine solche Handlungsweise von Seiten derer, die sich Christen nennen, wenig dem Geiste Christi und seiner Lehre entspricht. Zn der Türkei, und namentlich in Palästina, stehen