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Dibre Emeth · 1845-11-01 · Heft 11 (November 1845) · page 17

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 11 (November 1845)
Date
1845-11-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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193 11. und übergab es einem andern Priester zum Umrühren, damit, es nicht gerinne, er selbst aber nahm ein goldnes Feuerfaß, holte darin glühende Kohlen von dem auf dem Altar besonders dazu bereiteten Feuer, that dann eine Hand voll des feinsten Rauchwerks Ln ein anderes goldnes Gefäß, nahm Alles zusammen und ging damit Ln das Allerherligste, setzte das Gefäß mit den Kohlen nieder auf den Boden zwischen die Stangen der Bundeslade, — Lm zweiten Tempel an den Ort, wo die Bundeslade früher gestanden hatte, — und schüttete das Rauchwerk darauf, um so vor dem Gnadenstuhle,'der auf der Bundeslade stand, zn räuchern. Hatte er dies vollbracht, so ging er rücklings wieder Ln das Heilige, verrichtete dort ein Gebet, aber nur ganz kurz, damit das Volk nicht in Sorgen gerathen möchte, er könnte vom Herrn getödtet worden sein, wie dies einige Mal, besonders Lm zweiten Tempel geschehen sein soll, wenn ein Versehen tm Räuchern gemacht worden war. Darauf holte er das Blut des Farren, ging damit ebenfalls Ln das Allerheiligste, tunkte einen Finger Ln dasselbe und sprengte damit ein Mal aufwärts und sieben Mal unterwärts gegen den Gnadenstuhl, doch so, daß er diesen selbst nicht mit dem Blute bespritzte; im zweiten Tempel geschah das Sprengen gegen den Ort, wo Lm ersten der Gnadenstuhl gestanden; er durfte aber bei dieser Handlung nicht in die Höhe sehen, sondern mußte seine Blicke ganz demüthig zur Erde richten. Nach vollbrachtem Sprengen ging er wieder rücklings aus dem Allerheiligsten Hinaus, setzte das Becken mit dem Blute auf eine goldene Säule Ln dem Heiligen vor dem Vorhänge nieder und ging dann wieder in den Vorhof. Daselbst nun schlachtete er den Bock des Herrn zum Sündopfer für das Volk, ging mit dessen Blut ebenfalls in das Atterheiligste und sprengte damit Ln derselben Weise gegen den Gnadenstnhl, wie er es mit dem Blute des Farren gethan hatte. Darauf kehrte er ebenfalls wieder rücklings in das Heilige zurück, setzte das Gefäß, mit dem Bocksblute auf eine andere goldene Säule, nahm das Blut des Farren und sprengte damit, auf dieselbe Weise wie im Allerheiligsten, gegen den Vorhang ohne ihn zu bespritzen; dasselbe that er dann auch mit dein Bocksblute, und wenn dies geschehen war, goß und mischte er beides untereinander, ging damit zu dem Rauchaltar und ließ von diesem gemischten Blute etwas von seinem Finger an dessen vier Hörnern herabträufeln, that dann die Asche auf demselben bei Seite und besprengte ihn sieben Mal und versöhnete so den ganzen Tempel. Was mm aber von dem Blute der Versöhnung noch übrig war, das nahm er mit sich hinaus in den Vorhof und goß es an den Boden des Brandopferaltars, wo es durch Röhren in den Bach Kidron hinabgeleitet wurde. Während 14

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