Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 11 (November 1845)
- Date
- 1845-11-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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189 Was Nr. 7 betrifft, so hat Herr vr. H. hier vergessen, Nachweisen zu wollen, daß die Hauptlehren des Christenthums im A. T. enthalten seien, und behilft sich nun mit Vielweiberei und allerlei Ausflüchten. Wir setzen dem aber folgende Stellen des N. T. entgegen: ,,Zhr habt gehört, daß zu den Alttn gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer rin Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen" .(Match.-5, 27. 28). Ferner: „Moses hat euch zugelaffen (also doch im Zudenthum schon um irgend einer Unlust willen zugelassen. 5. Mos. 24,1), einen Scheidebrief zu geben und euch zu scheiden von euer» Weibern um eures Herzens Härtigkcit willen; von Anbeginn aber ist es nicht also gewesen. Zch aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um Ehebruch) und freiet eine Andere, der bricht die Ehe, und wer die Abgeschiedene freiet, der bricht auch die Ehr." (Matth. 19, 3 —10.) Zu Nr. 8 bemerken wir: Die Lehre von der Unsterblichkeit war in den alttestamentlichen Schriften zwar vorhanden, aber von den Juden so lange gar wenig verstanden, bis der Sohn und Herr vom Hause kam und ihnen sein Diktat (die Schrift) öffnete (Matth. 22, 23—33; Luc. 24, 27. 45. 46). Später aber erhob der Fürst des Lebens die altkcstamentliche Unsterblichkeitskehre durch seine Auferstehung vom Tode erst zur Wirklichkeit, indem er damit auch für uns das Leben und unvergängliches Wesen an's Licht gebracht hat. (2. Tim. 1, 10). Um übrigens den Juden zu zeigen, was sie an dem Herm vr. Herzfeld für einen Mann haben, wollen wir zuletzt noch daran erinnern, daß er den Glanzpunkt aller, dem Propheten Elia zu Theil gewordenen, göttlichen Offenbarungen, wo der Herr auf dem Horeb an ihm vorüber ging und mit ihm redete, trotz des klaren Zeugnisses der heiligen Schrift, auf den Nullpunkt einer menschlichen Einbildung reducirt, indem er S. 10 keck und grün spricht: „der Prophet Elia meint auf dem Horeb eine Erscheinung des Herrn zu sehen." Fürwahr, die Schrift spricht nicht ohne Grund: Wer einen Hümplrr dinget, dem wird's verdorben.