Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 11 (November 1845)
- Date
- 1845-11-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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187 diese Behauptung zu liefern, sucht er folgende Behauptungen durch Schriftstellen des A. T. als irrig nachznweisen: 1. „Das Erste," sagt vr. Herzfeld, „was zu Gunsten der christlichen Religion der jüdischen abgesprochen wird, ist die Lehre von einem allgemeinen Gott; man behauptet, sie hätte Jehova bloß als Nationalgvtt, als Gott des jüdischen Volks dargestellt." <3.7. 2. „Das Zweite, was unsrer Religion abgeleugnet wird, ist die Lehre von einem gütigen, liebevollen Gott. Hier ist es besonders, wo man zu Ehren der christlichen Religion die jüdische mißhandelt; der jüdische Gott, heißt es, sei hart, blutig, despotisch, unversöhnlich u. s. w." S. 8. 3. „Man sagt, dem Gott, welchen das Judenthum lehrt, werde nur genug gethan durch den Tod des Sünders, durch den blutigen Tod, welcher auf so viele Verbote in der Bibel angesetzt sei; der jüdische Gott kenne keine Nachsicht mit dem Sünder, keine Milde, keine Versöhnung." (S. 11.) 4. „Es wird abgeleugnet, daß der Gott der Juden, Güte, Milde, Barmherzigkeit und Versöhnlichkeit nicht für alle Völker, sondern bloß für Israel habe." (S. l3 u. 14.) 5. „Man hat der jüdischen Religion die Gutheißung des Formendienstes und seelenloser Werkheiligkeit vorgeworfen; erst der Stifter der christlichen Religion habe gelehrt, Gott im Geist und in der Wahrheit zu verehren." (S. 17.) 6. „Man behauptet von der christlichen Religion, daß sie ausschließlich die Religion der Liebe sei und allein Feindesliebe lehre. (S. 19 und 20.) 7. „Noch hat man behauptet, die höhere Bedeutung der Ehe, ihre sittliche Natur sei nicht durch die jüdische Religion anerkannt, sondern erst durch das Ehristenthum gelehrt worden." (S. 21.) 8. „Unfern biblischen Schriften wird die Lehre abgesprochen, daß die menschliche Seele unsterblich sei." (S. 22.) WaS Nr. 1, 2, 3 und 4 betrifft, so müssen wir dem Herrn vr. H. bemerklich machen, daß er diese Behauptrmgen und Ableug-