Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 11 (November 1845)
- Date
- 1845-11-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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186 Der Hammkr des göttlichen Gesetzes wird von wahrhaft christlichen Predigern nicht mit Lumpen der Abschwächung bewickelt, um die „Bestia" ihrer Zuhörer zu schonen und sie in die süßlichen Empsindungen einer laxen Moral zu versetzen, deren Frucht bei einem Wachsthum der selbstgerechten Bestia höchstens ein süßliches Geschwätz sein kann; sondern die Decke Mosis, welche die Wucht des Hammers verbirgt, wird von ihnen auch weggenommen (2. Cor. 3, 13) und der „Bestia" so hart und so lange mit dem Hammer zugesetzt, bis das, von lichtftenndlichen Schwätzern erregte, süßliche Geschwätz in bitterliches Weinen übergeht und der Angstruf hörbar wird: „Was soll ich thun, daß ich selig werde?" Dann erst erfolgt die Antwort: „Glaube an den Herrn Zesum Christum, so wirst Du und Dein Haus selig." (Apg. 16,30.31.) Wer. dann glaubt, der flieht nicht: denn er sieht in der dunkeln Donnerwolke des Gesetzes (2. Mos. 19, 16), die über seinem sündigen Haupte schwebt, den messianischen Gnadenbogen glänzen, dessen Grundfarbe das Blut des Lammes Gottes ist, das der Welt Sünde trägt (Zoh. 1, 29); und aus dem versöhn teil Herzen, das nun den Frieden Gottes fühlt, quillt mit unaussprechlich süßer Bewegung das lebendige Wort: Das Blut Zesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sündesl.Zoh. 1, 7). Amen, Amen! tönt's sanft und lieblich im Herzen wieder, das dann zum ersten Male ein süßes Abba, lieber Vater! zu stammeln vermag (Röm. 8, 15). Fürwahr, das Amen des neuen Bundes oder des Amtes, das die Versöhnung predigt, ist rin anderes Amen als das Amen des alten Bundes oder des Amtes, das die Verdamm« iß predigt. Wer gerne verflucht und von Gott geschieden sein will, der spreche immerhin sein Amen zu den Verfluchungen des Gesetzes; wer aber mit Gott versöhnt und gesegnet sein will, der säume sich nicht, und spreche sein Amen zu der messianischen Predigt von der Versöhnung. Wir müssen uns nun wohl ein Mal danach umsehen, was dem Herrn Dr. Herzfeld vorgeschwebt hat, als er behauptete: „die vorzüglichsten Sätze (Lehren) des Christenthums seien in den biblischen Schriften des Zudenthums enthalten." Um den Beweis für