Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 11 (November 1845)
- Date
- 1845-11-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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183 men und zerstoben durch das Gesetz; aber gerecht geworden durch das Gesetz sind die Juden nicht, sonst hasteten sie im Erbe ihrer Väter, und Gott ließe sich die Opfer des alten Bundes gefallen. Wie ei» von ihrem Manne geschiedenes Weib mit dem Scheidebrief in den Händen (5. Mos. 24, l); also steht Israel, mit dem geschriebenen Gesetz in den Händen, von seinem Gott geschieden. Denn verflucht sei, so steht es in dem Scheidebrief, verflucht fei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllet, daß er danach thue; und alles Volk soll sprechen: Amen. — Das Gesetz ist aber nicht erfüllt (Jer. 31, 32) und der Fluch ist zur Wahrheit geworden. Gewiß wird Niemand, wenn Moses die Decke vor seinem Angesicht auch nur ein Wenig lüftet, die Verfluchungen des Gesetzes (5. Mos. 27, 15—26) ohne Grauen lesen: aber in Entsetzen geht das Grauen über, wenn Moses ohne Decke erscheint und ein donnerndes Amen das sündige Herz erschüttert. Wo dann hinaus, Israel, wenn auch Du dereinst das Amen fühlst, daß Du jetzt nicht zu fühlen scheinst? — O, Israel! lassest Du den alten Bund, wie Dr. Herzfeld es will, von den mrssianischen Verheißungen entblößen und auf das nackte Gesetz mit seinen Verfluchungen reducircn; so bleibst Du geschieden von Deinem Gott, und mit jener Hoffnung Deiner Väter ist auch Dein letzter Ruhm dahin. Denn das Gesetz ist Deine Schmach (I. Tim. 1,9— 11; Zephanja 3, 18) und endlich Dein Tod (Röm. 7, 12, 13). Wie arm, elend, blind und bloß ist doch der Dr. Herzfeld, dessen „herrliche religiöse Ideen" über das Sittengesetz nicht hinaus reichen und sich nur in der, bis zur absoluten Hohlheit herabgesunkcncn, lichtfrrundlichen Phrase: „Gott, Tugend und Unsterblichkeit" herumdrehrn! Daher seine Thorhcit, keines persönlichen Messias zu bedürfen, sondern im Sittcngesetz des Zudenthums den göttlichen Boten zu sehen, der das Messiasreich auf Erden gründen werde; daher seine Ungenauigkeit und lichtfteundliche Ignoranz in der Behauptung: „Christus habe nie daran gedacht, eine neue Religion stiften zu wollen"! O Schuster! — mögten wir, wenn wir wüßten, daß er es nicht übel nähme, ihm zurufen, — o Schuster, Dr. Herzfeld, bleib bei Deinem Leisten/ und laß wenigstens das