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Dibre Emeth · 1845-10-01 · Heft 10 (Oktober 1845) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 10 (Oktober 1845)
Date
1845-10-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Das Judenthum als Weltreligion, mit Berücksichtigung von Dr. Stern: „Die Aufgabe des Zudenthums und des Juden in der Gegenwart!" Von den religiösen Bewegungen der neuesten Zeit, die sich durch einen Kampf gegen das Bestehende charakterisiren und das Feldgeschrei des Fortschrittes vor sich her ertönen lassen, ist auch das lange Zeit stabile Zudenthum des Talmudismus nicht frei geblieben. Gegen verjährte Vorurtheile und Gewohnheiten haben sich zuerst einzelne Männer der Wissenschaft erhoben; ihnen traten bald alle die Zuden mit großer Zustimmung bei, denen die Beobachtung religiöser Vorschriften, besonders ceremonieller Art, beschwerlich oder unnütz erschien, beschwerlich, weil sie sich in höhern Lebenskreisen bewegten, unnütz, weil sie an denselben durch die aus der Gesammtbildung des Volks, unter dem sie lebten, überkommenen Zdeen irre geworden waren, oder weniger das Bedürfniß einer religiösen Genugthuung empfanden. Zuletzt halten nur noch verhältnißmäßig wenige an den von den Vätern überlieferten Satzungen fest. Ueberall treten uns schon seit Jahrzehnten (in Deutschland besonders und England) die Bestrebungen entgegen, die alte Gesetzlichkeit in den Hintergrund zu drängen, und die Kluft, welche sie von den Landcseinwohnern trennt, äußerlich auszufüllen. Bei manchem bleibt freilich die Sache auch nur äußerlich, und er hält sich, wenn er die Casflno, Rcsourcen oder andere Gesellschaften seines Aufenthaltsortes besucht, das Verbot des Schweinefleisches belächeln hilft oder gar wohl Übertritt, in allen Stücken den Christen gleich, und mag eben mit vielen nicht so ganz Unrecht haben. Es entsteht dabei die Frage, warum diese, wie sie sich nennen und genannt werden, freisinnigem Zuden nicht überhaupt das Panier des Zudenthums verlassen,!. und nun auch noch äußerlich den Christen sich darin anschließen, daß sie mit ihnen dieselben Gotteshäuser besuchen, ihren Kindern denselben Religionsunterricht 12

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