Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1845)
- Date
- 1845-10-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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fcn durch den dazu gesetztcnEngel Tartrel* **))inden Vorhang emgestickt werde, gleichwie er es -vpn Elias ängettomm/tt habe, »nder nD annehme von dem Jeschuah"), dem Fürsten des Angesichts und Fürste» Metatron. Nachdem dies gesprochen, wird zum dritten Male wieder drei Mal geblasen, und darauf betet die Gemeinde, daß alle die Etigel, welche über das Blasen gesetzt sind, vor den Thron der Herrlichkeit Gottes kommen n»d ihre Fürsprecher zum Guten sein möchten, damit alle ihre. Sünden vergeben werden. Außer diesem dreimaligen Blasen wird auch noch zu verschiedenen andern Zeiten des Tages geblasen, was aber nicht von so großer Bedeutung und Wichtigleit ist. Auch wird das Horn schon einige Tage vor dem Neujahr geblasen, in einige» Gegenden soll dies sogar den ganzen Monat vorher geschehen, imd nur am Tage unmittelbar vor Neujahr wird es ausgesetzt. Dies geschieht deswegen, damit der Satan, welcher die Jude» ganz besonders att dem großen Gerichtstage des Neujahrs vor Gott zu verklagen suche, irre geführt werde, auf welchen Tag eigentlich Neujahr falle, und durch das Schweigen des Horns am Tage vorher zu dem Glauben verleitet werde, der Neujahrstag sei schon vorbei, wie dies im Thalmud, Tactat Rosch Haschana, erzählt wird. Einige sagen auch, das Blasen des Horns geschähe deswegen, damit die Juden dadurch zur Buße erweckt würden. Ein anderer sonderbarer und abergläubischer Gebrauch an diesem Tage ist das sogenannte Thaschlichmachen. Unmittelbar nach dem Müucha- oder Bespergebete gehen die Inden nämlich an ein Wasser, am liebsten an ein fließendes, in welchem Fische sind, und schütteln ihre Melder über demselben aus, indem sie ineinen, auf diese Weise ihre Sünden abzuschüktel». Dabei beten sic, daß Gott sich ihrer erbarmen, ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen und sie der Gnade Jacobs und Abrahams theilhaftig machen wolle. Diesen- Gebrauch gründen sie auf den Ausspruch Micha 7., 19.: Er wird sich unserer wieder erbarmen, unsere Missethat dämpfen, und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen, woher auch der Name dieses Gebrauchs, indem, dort das hebräische Wort (Thaschlich), das heißt: d»r wirst werfen, vorkommt. Sehen' nun die Juden bei diesem Taschlichmachen (Abschüttcln der Kleider) einen Fisch, so springen sie vor Freude, meinend, daß er ihre Sünden auf sich nehme und forttrage, wie einst der Bersohnbock die Sünden in die Wüste trug. Das Thaschlichmachen wird mm freilich, wie so maitcher andere Gebrauch , von den neuern Jtlden nicht mehr beobachtet , indem sie sich desselben schämen.. Auch haben sich schon einige Stimme» in der AÜ- *) Bödenschatz sagt, daß nach einem Midrasch dieser Engel de» Borhang vor ' das Angesicht Gottes hänge, damit er den Juden gnädig sein möchte. **) Jeschuah heißt auf dentsch : Jesus; über die Lehre von Metatron vergleiche No. 2., Hetze 18.». 9