Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1845)
- Date
- 1845-10-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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gegen den Ehrgeiz damichen, indem wir ihm zu bedenken geben, daß nicht er das Wort Gottes empfangen hat, sondern seine redlichern Bäter, während er selbst rücksichtlich dieses Wortes ganz eigentlich von seinen Sinnen nicht weiß, da er nicht einmal den Duell kennt, aus welchem es geflossen. Was nun den einigermaßen wieder disponibel gewordenen Ruhm rücksichtlich der „herrlichen religiösen Ideen" betrifft; so können die Christen allerdings keinen Anspruch darauf machen; indessen läßt sich derselbe auch den Propheten des alten Bundes nicht zubilligen, da sie sammt und sonders das Wort Gottes nicht in ihren Köpfen erfunden, sondern es ganz unmittelbar aus Gottes Munde empfangen haben, welches sie tausend Mal selbst bekennen. Wie ganz unmittelbar und ohne eigene Mitwirkung sie aber das Wort Gottes empfingen, darüber giebt die heilige Schrift an vielen Stellen das unumstößlichste Zeugniß, von welchem wir z. B. nur 1. Sam. 3. anführen wollen. Nachdem es nun factisch ist, daß die Schriften des alten Bundes nicht der Juden Wort, sondern Gottes Wort heißen und wahrhaftig sind; so achten wir es, gewiß mit aller redlichen Juden Zustimmung, auch billig, daß rückfichtlich der „herrlichen religiösen Ideen" Gott die Ehre gegeben werde, der das Wort gegeben, und dem heiligen Geiste, der es zusammengetragen hat und es verstehen hilft. (Zes. 34., 16.) Bon Seiten der Christenheit aber fügen wir, wenn auch einstweilen noch ohne Zustimmung der Juden, dann noch Hinzu: und dem Sohne, der das Wort Gottes ist. (Off. 19., 13.; Ebr. 12. 13). Wie sehr ernstlich und ganz eigentlich das aber von Seiten der Christenheit gemeint ist, darüber mag folgende Stelle aus dem Testamente des messianischen Bundes Zeugniß geben: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gort, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist Nichts gemacht, was gemacht ist. Zn Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht