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Dibre Emeth · 1845-09-01 · Heft 9 (September 1845) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 9 (September 1845)
Date
1845-09-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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bemüht sei für die Errettung der Seelen aus der Macht des Jrrthums und der Sünde, so hätte er eine solche Wgrdie dem Verein etwas aufbürdet, was jenem Ziele so durchaus widerspricht, gar keine Aufmerksamkeit geschenkt. Möge der Herr nur geben, daß die christlich die er au vielen Orten zu den Juden entzündet, nicht wieder erkalte, so wird er ja auch die Zeit herbei führen, wo Israel erkennt, daß die Liebe, womit Jesus einst unter ihnen umherging und wohlthat und das Verlorne suchte, noch in seinen Jüngern fortwirkt; und daß dieser Liebe widerstreben die größte Sünde ist, weil in keinem andern Heil ist, als in dem, der im Evangelio als Retter ihnen und allen Völkern vorgehalten wird. G. Sehrwald. Vom 15. bis 28. Juli fand zu Frankfurt am Main die zweite Rabbinerversammlung statt. Unter den Gegenständen, die in zwölf Sitzungen zur Berathung und Abstimmung kamen, waren auch folgende Fragen: Wie die Messiaslehre in den Gebeten zu behandeln sei? Oder wie der-Orient berichtet: in wie weit es nothwcndig sei, der Lehre vom Messias und was mit derselben zusammenhängt, in den Gebeten Erwähnung zu thun? Diese Frage wurde von einer Commission in der fünften Sitzung in folgender Fassung beantragt: Die Lehre vom Messias muß in den Gebeten eine hohe Berücksichtigung finden, mit Ausschließung aller politisch-nationalen Porstellung. Im Laufe der Diskussion dieser Propofition' wurde sie jedoch auf Antrag des Di*. Philippsohn in zwei Hälften getheilt: ». Soll die Lehre vom Messias in unfern Gebeten eine hohe Berücksichtigung finden? und: b. Soll die Bitte um Wiederherstellung eines jüdischen Staates und um Zurückführung der Israeliten nach Palästina aus unfern Gebeten ausgeschieden werden? Die erste dieser Fragen wurde einstimmig, die zweite mit überwiegender Majorität bejaht. Fast unmittelbar darauf folgte die Berathung der beiden Fragen: Soll jedwede Bitte um Wiederherstellung des Opferkultus aus den Gebeten ausgeschieden werden? und: Soll eine Erinnerung an den Opferkultus beibehaltcn werden? Don diesen beiden Fragen wurde die erste einstimmig bejaht, die zweite aber mit 18 Stimmen bejaht und mit 10 Stimmen verneint. Die Debatten über diese Lebensfragen des Judenthums oder vielmehr der Offenbarung, wie sie sowohl in der Mg. Z. d.Judenth., als auch im Oriente im Auszuge mitgetheilt werden, charakterisier» den Geist dieser Versammlung hinlänglich. Von einem persönlichen Messias wollte fast kein einziger der Herren Rabbiner etwas mehr wissen, vielmehr verstanden sie unter der Messiasidee nur ein Messiasreich, öder eine Zeit, in

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