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Dibre Emeth · 1845-09-01 · Heft 9 (September 1845) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 9 (September 1845)
Date
1845-09-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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144 Wortes und im Namen Gottes zum Besthalttn an der väterlichen Religion» Mas sie sich ab«- daraniiw tzenkm,-»icht-stei heraus. .Das MM legt es -sich auf seine Weise aus, es Lenkt dabei zumDheil noch an die Strenge in den Satzungen, die seine Lchrer in ihrem Herzen längst als gleichgültig ansehen. Aber diese wissen es wohl: Nicht menschliche Ermahnung, sondern dies Eine nur war es, was den Juden stark machte, in den verschiedenartigsten Ländern, Lagen und Zeiten, das Gesetz und damit seine Bolksthümlichkcitzu bewahren: daß er in allen Lehren und Gebräuchen eine göttliche Offenbarung verehrte, die ihn vor allen Völkern auszeichnete. Wird dieser Grund hinweggenommen, lernt er seine Satzungen eine nach der andern als blos menschliche ansehen, so wird er sie auch vernachlässigen und allmälig ganz aufgeben. Wenn nun aber die Herren schon so weit gekommen sind, daß Moses Weisheit das Gesetz erdacht und der Rabbiner Klugheit es neu gestaltet, wenn sie es erkannt haben, daß die Bibel nur ein menschlich Buch ist, wenn sie dem zufolge auch ruhig ihre Speisegesetze übertreten und übertreten lassen, wie können sie sich noch so gebrrdm bei ihren Predigten, als redeten sie im Namen Gottes? Und warum nehmen sie denn einen heiligen Eifer an, wenn ihre Grmrindrglieder es sich beigehen lassen, an den Festtagen ihre Predigten zu versäumen? Haben etwa die jüdischen Festtage einen andern Grund als das einfache biblische Gebot? Und wie können sie namentlich Pesach (Ostern) noch im Ernste feiern, wenn sie an die Wunder bei der Errettung Israels ans Mizrajim (Egypten)» nicht wehr glauben? . Doch was setze ich Dir das so weitläufig auseinander, daß das Zudenthum, welches ganz auf die Schrift und den Thalmud bis ins Einzelnste hinein sich gründet, nothwendig zerfallen muß, wenn «an das göttliche Ansehen dieser Grundlage umstößt. Du siehst dieses sowohl ein, als ich; darum hältst Du auch vcst an diesen Grundlagen. Doch eins ist wir ausgefallen: Du klagst nur über dir Herabsetzung des Thenach in Deinem Briese, nicht des Thalmud. Bist Du vielleicht auch an diesem irre geworden/ oder doch Deiner Sach« in Bezug auf denselben nicht mehr gewiß? Fast

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