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Dibre Emeth · 1845-08-01 · Heft 8 (August 1845) · page 13

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 8 (August 1845)
Date
1845-08-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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133 und tiefsinnigen Werkendie 'Grundlinien dieses allgemeinen Menschenthums, nachdem sie selber sich darüber geeinigt haben, zu verzeichnen, und wir nöthig haben, um dieselben zu verarbeiten und zu verstehen; kurz, durch sie uns überzeugen zu lassen. Also Geduld, ihr Kinder Israels, bis ihr als Sauerteig die christlichen Nationen als Masse durchdrungen haben werdet!! Um jedoch nicht bloß die negative Critik, dm Fluch unserer Zeit, zu üben, habm wir selber schon versucht das allgemeine Menschenchum, über welches das jetzige Neurabbinerthum plaudert, von zwei Seiten zu erfassen. Nämlich zuerst von Seitm des, in allm Menschen scheinbar idmtischen Punktes, des, in jedes Individuum eingelegten, genuinen geistigen Keimes, und sodann von Seitm des, für alle scheinbar identischen Begriffes der Frecheit. Aber der Anknüpfungsversuch lief an beidm Punkten nicht eben glücklich ab: so daß uns weiter nichts übrig bleiben würde, als an einen drittm Punkt heranzütreten, welcher derartige Bestrebungen, wie sie von den Juden geltend gmiacht werden, eine scheinbar freundlichere Außenseite darbietet. Wir meinen die Liebe. Wenn etwa die jüdische Philosophie diesm Begriff für ihre Zwecke beansprucht, so geschieht es in der Voraussetzung, als manifestire sich , sein Wesen in allen Menschen auf eine ganz gleiche Weise, und zwar ist, im Allgemeinen betrachtet, an dieser Meinung etwas Wahres, wenn man sie nach ihrer Allgemeinheit betrachtet. Danach genommen, ist Liebe nämlich das unterschiedslose Wohlwollen, welches, nach Maaßgabe der Umstände und Verhältnisse, darauf ausgeht, allen Menschen Gutes zu thun. Wie aber die Allgemeinheit des Begriffes: „Klang," eine unendliche Mannigfaltigkeit von Töven in sich befaßt, so auch enthält die Liebe im Allgememm, eine große Verschiedenheit der Artm, nach Zntmsion und Extevsion sie betrachtet, in sich. Wie also die Noten auf, über und unter dem Systeme »armen, so auch giebt es eine dreifache Liebe, die sich wieder nach ganz verschiedenen Färbungm, wie sie an ihr wahrgenvmmen und empfundm werde», mittheilt. So, ist nämlich in der herabsteigendes Liebe, die sich von einem höheren Standpunkte zu einem niederm begicht, um den

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