Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 8 (August 1845)
- Date
- 1845-08-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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13t andere absolut in sich ausgenommen hat, und in die eigenchümlichste Beschaffenheit derselben umgewandelt ist. Dies nun in Betreff des jüdischen Volkes auf die Emancipationsftage angewendet, bestimmt dann allerdings so viel, daß das jüdische Volk, als solches, mit seiner Nationalität, die ihm untrennbar mit seiner Religion und dem, mit ihr nothwendig verbundenen, positiven und negativen Kultus, wie wir ihn oben unterschieden, zusammenhängt, durchaus auf keine absolute Einverleibung mit christlichen Staatsorganismeo, Anspruch machen darf. Zwischen Volk und Volk müssen ja wohl immer, wie wir gesehen haben, irgendwelche Schrankm stehen bleiben. Hat doch das jüdische Volk durch die große Wohlthat, die ihm gegenwärtig zu Theil wird, wenn es im Schooße christlicher Staaten lebt, schon so viel Gutes erhalten, daß ihm die persönliche Freiheit in der Art gesichert ist, wie sie nicht im höheren Grade sich an jedem christlichen Staatsbürger verwirklicht findet. Nur das Eine, meint es, müsse ihm noch in Aussicht gestellt werden: die mögliche Anwartschaft auf öffentliche Aemter. Wie aber hierbei doch natürlich diejenigen ausgeschlossen sein müßten, welche unmittelbar mit der Religion in Verbindung stehen: so gewiß auch alle übrigen, wenn doch in christlichen Staaten, wenigstens der Voraussetzung nach, jedes irgendwie beschaffene, öffentliche Amt unter dem Einflüsse des kirchlich christlichen Geistes verwaltet werden soll, und demgemäß der christliche Staat, beider Anstellung eines Juden, gegen seine Natur, auf diese Voraussetzung unrechtmäßiger Weise resigniren müßte. Aber warum sind denn die Juden nicht dankbar für das, was ihnen bereits bewilligt ist? Ze mehr sie erhalten, je Größer^ wollen sie zugestanden haben. Ob sie am Ende nicht auch ein evangelisches Bischofsamt begchren werden? Und es wird geschehe«, entweder, sobald eine Verehrung Gottes, als des unbestimmte« etre supreni, wie die französischen Revolutionsmänner um seine Altäre tanzten, überhand nähme; oder, sobald sie selber den Unterschied der Bolksthümlichkeit durch den Wechsel der konfessionelle» Ueberzeugung verschwinden machen werden. Stellt man ihnen aber dieses letztere als eine, in christlichen Staaten, als solche, unerkäß«