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Dibre Emeth · 1845-08-01 · Heft 8 (August 1845) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 8 (August 1845)
Date
1845-08-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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zwei Heubündel stellte, um an ihm die praktische .Lösung des theoretischen Problemes von der Freiheit, durch sein Kosten von beiden darzustellen: so war er in ganz gleicher, schon dem spekulativen Gedanken unwürdiger Weise, in demselben befangen; scheint aber in der Wahl des Trägers seiner philosophischen Idee, dieser selber kein gar zu günstiges Urtheil gesprochen zu haben. Welcher ist nämlich der Erfolg der praktisch geltend gemachten Wahlfreiheit? -- Leider der entgegengesetzte, als welcher beabsichtigt war. Durch die hierdurch hcrvorgcrufencn, sperifisch verschiedenen Doppelreihen von Handlungen, ist nämlich nichts mehr und nichts weniger geschehen, als das Widergöttliche oder Sündliche, ja dieses auf Gott selber, als seine letzte Ursache, zurückgeschobcn; wenn er doch nach dieser Ansicht derjenige ist, welcher eine so bethätigte Freiheit gewollt hat. Wo aber auch immer und unter welcher Voraussetzung die Sünde geschah, in jedem Falle mußte sie das Leben des Geistes, wie es nur die Liebe giebt, vermindern. Anstatt sich also zu entwickeln, verwickelt sich der Menschengeist. Za, nicht sowohl dies ist der unbeabsichtigte Erfolg der sündigen, wahlfreien That, als auch das andere, in ihr enthaltene, ganz positive Moment, wonach sie dev Geist, gleichsam in sich selber aufzulösen vermag, wenn doch das Böse, wie irgend eine Diastase bei chemischen Prozessen, in ähnlicher Weise auf die geistige Alteration, der menschlichen Natur zurückwirkt. Sobald aber dieses nicht in der Absicht des sündigen Subjektes gelegen haben kann, bei dieser unheilvollen «Geltendmachung der gedoppelten theoretischen Freiheit, seine geistige Entfaltung zu retardiren und specifisch zu modificiren; wenn im Gegentheile die doppelte Freiheitspraxis nur geschah, um dieselbe zu beschleunigen und den Geist nach seiner ganzen innerlichsten Intensität darzustellen: so liegt ja eben darin der ungeheuerste Widerspruch, in den der Geist des sündigenden Individuums mit sich selber gerathen ist. Wenn es aber durch die begangene Sünde sich nun in einem Zustande befindet, nach welchem es nicht verlangte: so erleidet es ja eben einen Zwang und zwar von dem, was nicht so ist, als sein eigentlicher Wille, nach seiner genuinen Intention, die doch darauf

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