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Dibre Emeth · 1845-08-01 · Heft 8 (August 1845) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 8 (August 1845)
Date
1845-08-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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126 suche», und von da aus die projektirte Zbre eines «njvttsellkn Kosmopolitismus zu rcalisiren! Diese Frage, wenn sie gestellt würde, wäre allerdings auch nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen. Um nun aber etwas, nur einigermaaßen Genügenderes darauf zu erwidern, dürfen wir uns des' Fehlers, der wohl sonst begangen zu werdm pflegt, wenn es sich um Begriffe handelt, die ihrer Allgemeinheit und Großartigkeit wegen, in Aller Munde sich befinden, nicht schuldig machen. Er würde darin bestehen, diese Begriffe als etwas ganz Bekanntes und allgemein Erkanntes vorauszusetzen, und auf diese Voraussetzung hin denn auch eine allgemeine Verständigung anzustreben. Leider geschieht es aber dabei nur zu häufig, daß bei einer so beschaffmen Verfahrungsweise sich die Mißverständnisse nur häufen; anstatt, daß man bei einer zum Grunde gelegten Begriffskonstruktion höchstens zu dem Resultate gelangen kann, daß schon über die Prinzipien eine wesentliche, von beiden Seiten scheinbar berechtigte Differenz übrig bleiben müsse. Laffm wir uns aber hierdurch nicht abhalten, etwas näher den Begriff der Freiheit, als einm solchen, von welchem eine Emancipationserörterung ihren berechtigten Ausgang schiene nehmen zu können, in das Auge zu fassen. Also zuerst, was ist Freiheit im Allgemeinen? Wir antworten: Die relative Befähigung des vernünftigen Wesens, von keinem anderen, außer von sich selber, abzuhängen. Diese generelle Freiheit befaßt aber mehrere Spezies unter sich, um deren Unterscheidung von einander es uns, für dm gegenwärtigen Zweck, besonders zu thun.sein muß. So mögm wir denn zunächst von der metaphysischen Freiheit sprechen. Wir verstehen unter ihr den anschaumdm Willen oder die wollende Anschauung Gottes, von einer derartigen Beschaffenheit der menschlichen Natur, daß durch dieselbe diejenige Geistesäußerung der Kreatur, in Bezug auf ihren Schöpfer, möglich gemacht ist, die man, weil sie durch keinen, irgendwie beschaffenen Zwang necessitirt ist, mit dem Namen Liebe bezeichnet. Sie besteht mithin in der, dem Bernunftwesen »erstatteten Disposition,

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