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Dibre Emeth · 1845-07-01 · Heft 7 (Juli 1845) · page 13

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 7 (Juli 1845)
Date
1845-07-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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gesetz, als Träger des positiven und negativm Kultus, noch nicht aufgehoben sein können, aber wohl in dem Mesfiasreich, so daß nun die Frage entstände, in welchm messianischm Berhälmiffm wir in der Gegenwart lebten , um als berechtigt zu erscheinen, mit irgend welchem Gedanken, der Aufhebung des Cärimonialgesetzes nahe zu kommen. Unsere Meinung ist, daß wir bei der Koexistenz von 600000000 Heiden, so und so vielen Bekennern des Muhamedanismus und des partikularen Mosaismus, uns wohl noch nicht, nach der Meinung des universellen AbrahamismuS, in dem Reiche des Messias befinden können. Denn wie? Geräth die, von unserem Herrn Verfasser ausgesprochne Ansicht, nicht noch in einm ganz besondern und ungereimten Widerspruch mit den Prophetm? Erst aus den letzten Flammen, sagt er doch, die über Tempel und Altar zusammen schlugen, sei der Messias geboren. Wenn nun aber, nach Herrn Holdheims Ansicht, doch nur die lebendig werdende Ueberzengung von der Nothwendigkeit des Aufhörms des Cärimonialgefetzes, den Beginn des messianischen Reiches bedingt, ja, wenn diese Ansicht selber nichts anderes, als der Messias, wie er ihn sich denkt, sein kann, und wenn doch schon die Propheten, laut, nachdrücklich und oft, diese Ueberzeugung ausgesprochen haben, dann ist ja eben der Messias nicht aus dm letzten Flammen, die über Tempel und Altar zusammenschlugm, geboren, sondern in der Zeit des glänzmdsten Bestandes des cärimoniellm Zehovahdienstes selbst. Oder will etwa Herr Holdheim diese Wahrheit von dem dereinstigen Aufhören der Cärimonie auf eine bessere Weise vorgettagen haben, als die hohen Propheten, erleuchtet von dem Geiste des Herrn? Wir glauben nicht anstehen zu dürfen mit der Bermuthung, daß er, trotz aller seiner hohen Begriffe von dem Fortschritte der Zeit, doch eine derartige Behauptung nicht wagew wird, hin zu stellen. Räumt aber der Herr Verfasser, sich und seines Gleichen gegenüber, den Prophetm dieses präponderirmde Ansehen ein, und möchte er dabei, zu gleicher Zeit, seine An-, sicht von dem vorhandenen messianischen Reiche, in der angegebenen Art, festhaltm: dann haben ja eben die Prophetm, wenn .doch,-

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