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Dibre Emeth · 1845-07-01 · Heft 7 (Juli 1845) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 7 (Juli 1845)
Date
1845-07-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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lichen Messias,oder näher, derinessianischcn Zeit, auf Grunddes Bibelwortrs zu halten sei? Auch die Propheten haben, wie wir nicht in Abrede stellen, von einer messianischen Zeit, gewrissagt. Aber wie? Ihre prophetische Anschauung in dieser Hinsicht ist doppelter Art. Einmal bestand sie nämlich in der Borherverkündigung der erhaben«» Persönlichkeit dessen, der den Schaden Israels heilen werde, und sodann des Zustandes, in welchem sich das Volk Gottes, wenn es durch den Messias werde wieder mit Zehovah versöhnt sein, im Vereine mit allen andern, durch es gleichfalls beglückten Völkern, befinden werde. Wie sie den persönlichen Messias, gedrückt von dem Elende der Menschheit, von dem sie zu erlösen, er eben in diese Welt herbeigeführt wurde, schildern, so auch das Gehandelthaben des Messias, mit allen seinen Nachwirkungen auf das Gesammte der Menschheit, wo sie wiederum durchdrungen ist, von dem Geiste, den er in sie zurückzubringen, bestimmt sein sollte. Wie geschieht es also, daß Herr Holdheim über den ersten, von den Propheten fixirten Punkt so ohne Weiteres wegsieht? Daß er schon den Zweck erreicht glaubt, ohne daß ihm das, zu seiner Erlangung nothwendige und geeignete Mittel vorhergegangen ist? Daß er somit messianische Zeit und Missionsrcich, auf eine Weise einander gleich stellt, als es nicht geschehen darf? Nur mit dem Erscheinen eines persönlichen Messias kann auch die Sünde und das Uebel noch neben ihm, als bestehend gedacht werden. Diese geschichtliche Periode, mit dem nachfolgenden Kampfe, den das neu in die Welt gebrachte, geistig heilige Prinzip, gegen diese, bis zu ihrer Ueberwältigung besteht, vorausgesetzt, wäre dann die messianische Zeit. Das messianische Reich aber befaßt dann den allgemeinen Bölkerzustand in sich, wo alle nach dem Centralhriligthume wallen, um Zehovah, nach dem sie gesucht, und den sie gefunden haben, in Heiligkeit und Gerechtigkeit zu dienen; wo sie in so tiefem Frieden untereinander leben, daß die Einigkeit der Geistersogar wieder zurück wirkt, auf die unvernünftige Natur, und der Zwiespalt zwischen beiden, wie die Propheten ihn mit den lieblichsten Bildern beschrieben, als aufgehoben erscheint. Zn der messianischen Zeit würde demnach das Cätimonial-

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