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Dibre Emeth · 1845-07-01 · Heft 7 (Juli 1845) · page 8

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 7 (Juli 1845)
Date
1845-07-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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rakters gerichtete, und somitUebervortheilungund Deftaudationder Nichtjudcn concessionircnde Seite desselben, antiquirte: so würden doch auch dieser, also modificirten Ansicht, nicht ganz unerhebliche Bedenklichkeiten imWege stehen. Sie möchtm sich mit ziemlicher Evidenz ergeben, wenn wir werden die Erörterung der Dopprlfrage zu geben versucht haben; zuerst: Sollte das jüdische Volk, als solches, durchaus keine Veranlassung mehr haben, sich partikularistisch abzusondern, und sodann: Kann die messtanische Zeit, selbst von dem Standpunkte des Zudenthums aus, sie betrachtet, schon als angebrochen, von ihm begrüßt Werden? Was nun den ersteren Punkt anbelangt: so habe» wir nur auf die sechshundert Millionen Heiden hinzuweisen, um dem Volke Israel zu Gemüthe zu führm, daß es, als die wahrhaftigen Abkommen der Patriarchen, ihnen gegenüber, doch gewiß auch jetzt noch, chm so gut, wie vor mehreren tausend Zähren, das Bewußtsein haben müsse, dem Monotheismus zu huldigen. Will es aber dasselbige haben, wirklich, als jüdisches Volk: so ist es auch, nothwendigrr Weise, veranlaßt, es durch etwelche Cärimonien, wie sie zwar der Zeit und den Umständen accommodirt sind; aber dennoch auch sich, als aus dem Zudenthume im Allgemeinen hervorgegangrne, müssen dokumentiren können, auszuprägen. Durch welcherlei Art von Cärimonien könnte dies aber wohl geschehen? Etwa durch solche, welche es sich von außen her arrogirle? Vielleicht etwa durch solche, wie sie ihm das Christenchum construiren würde? Aber darin würde das einfache Bekenntniß liegen, daß es nicht mehr, als es selber vorhanden sei; sondern als Christenthum, oder nach Herrn Holdheims eignem Ausdrucke, daß es nicht mehr reiner Monotheismus, sondern partikularisirter Mosaiswus Ware. Sich aber unter sich selber zu erniedrigen, dazu wird es denn doch wahrscheinlich keine dringliche Neigung verspüren. Oder soll es vielleicht die fraglichen Cärimonien aus sich selber entnehmen, doch so, daß nur der abstrakte Versuch gemacht würde, a»s den utopischen Höhen einer insolenten Zeitbildung, - in die verlassene- Geschichtlichkeit des Judaismus ein theoretisches Ri-

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