Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1845)
- Date
- 1845-06-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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zurück^ Der arme Levi stellte alle mögliche Nachforschungen nach ihnen an, aber vergeblich, bis ihm endlich die Nachricht wurde, „daß Rabbi JesaiaS ihnen zur Flucht Hülfreiche Hand geboten und sie sogar in sein Haus genommen habe." Da Levi ein österreichischer Unterthan und Rabbi JesaiaS von diesem Staate als Consularagent für die Juden in Jerusalem anerkannt und beglaubigt ist, so war dieser die einzige Autorität, an welche er sich mit seiner Bitte um Hülfe wenden konnte. Als dies geschah, leugnete der Rabbi, daß er etwas von den Kindern wisse und verweigerte dem Levi zu seinem Gunsten etwas zu unternehmen. Nun verlangte Levi seinen Paß, um nach Beyruth zu gehen und bei dem dortigen österreichischen General-Consul das verweigerte Recht zu suchen, aber auch dieser wurde ihm von dem Rabbi nicht ausgehändigt. Da unterdessen Levi erfahren hatte, daß seine Frau und Kinder in daS HauS eines eingebornen Juden gebracht worden seien, wandte er sich an den Pascha, die Frau nach türkischen Gesetzen zur Herausgabe der Kinder an ihn zu verurtheilen. Der Pascha ließ sich auch geneigt dazu finden, allein Rabbi JesaiaS sandte zu ihm und ließ ihm sagen, daß sich beide, Mutter und Kinder, unter seinem Schutz« befänden, und daß er sie nach Aleppo senden würde, wo ihre Sache durch den dortigen Konsul entschieden werden sollte. Levi verlangte nun wiederholt seinen Paß von dem Rabbi, allein ex erhielt den Bescheid, daß er, weit er beim Pascha Hülfe gesucht, seine Ansprüche auf Schuß von Seiten Oesterreichs verloren habe, und es blieb ihm nun, da er sähe, wie schändlich der Rabhi seine Macht mißbrauche, kein anderer Ausweg übrig, als ohne Paß nach Beyruth zu reisen, um dort seine Klage dem Generalkonsul vorzutragen, und brach zu diesem Zwecke am 26. Juni wirklich nach Jaffa auf. Am folgenden Tage erfuhr Hr. Nicolayson, daß Rabbi JesaiaS im Begriff sei, Mutter und Kinder heimlich nach Jaffa zu senden und von da weiter nach Marokko, ihrem Geburtslanve. Hr. Nicolayson meldete dies dem brittischen Konsul, Hrn. Z)oung. Aber dieser bedauerte, gegen solch' , einen Gewaltstreich nicht officiell einschreiten zu können, rieth jedoch dem Vater augenblicklich Jemanden nachzusenden und ihn zu benachrichtigen, daß er sich an den dortigen Konsular-Agenten oder nöthigen Falls an den Pascha wenden sollte, die Kinder in Jaffa so lange zurück zu halten, bis die Sache vor den General-Konsul gebracht und entschieden worden wäre. Dieser Rath wurde befolgt. Als man jedoch nicht erfahren konnte, ob die Kinder die Stadt verlassen hätten oder nicht, ließ Hr. Nicolayson den Rabbi Jesaias fragen, ob er sie senden würde oder -nicht, und erhielt von ihm die Antwort, daß er sie noch nicht weggesandt habe, aber Willens sei, sie nach Aleppo, an den Generalkonsul, Signor Picciotti, einen Juden, zu befördern. Am 7. Juli wurden nun Mütter und Kinder wirklich in Begleitung eines Juden