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Dibre Emeth · 1845-05-01 · Heft 5 (Mai 1845) · page 14

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 5 (Mai 1845)
Date
1845-05-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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bekämpft. Und bietet uns nicht selbst das neue Judenthum solche Waffen dar? Dem Herrn Berichterstatter ist es wahrscheinlich nicht unbekannt, daß Hr. Herrmann Stern, Herausgeber der „Auferstehung" die Dreieinigkeit vertheidigt hat, deswegen aber freilich auch sein Amt verloren, und im Orient verrückt genannt wird. Auch gab mir ganz vor Kurzem ein junger jüdischer Theologe Hr. vr. — zu, daß nicht blos im Thalmud oder doch im Sohar, sondern selbst in den jüdischen Gebeten die Lehre von der Dreieinigkeit vorkäme, und erzählte mir, daß er schon vor einigen Jahren, als er noch Mitarbeiter am Oriente war, in diesem Blatte barauf aufmerksam gemacht und zugleich auch darauf angetragen habe, solche Stellen aus den Gebeten zu streichen. Doch genug hievon; wir wollen unscrm Gegner weiter folgen. Er liest aus unserm Blatte heraus, wir wollten die jüdischen Gelehrten deswegen nicht für rechte Juden erkennen, weil sie in dem Verse: „Höre Israel re." nicht recht die Dreinigkeit finden wollen. Die Leser dieses Blattes fragen verwundert, wo dies gesagt ist, indem sie sich gewiß noch erinnern, daß ich bei diesem Verse rein negativ zu Werke gegangen bin, und daraus nur das beweisen wollte, daß in dem Worte „echad" durchaus kein Beweis für die Einzig-Einigkeit Gottes im Sinne der Juden liege, ja ich sage geradezu, daß . ich mich, um die Dreieinigkeit zu beweisen, nicht auf diese Stelle berufen wolle. Was muß doch mein Gegner gelesen haben!? Gegen die Erklärung, daß es natürlich nicht seine Absicht sein könne, mich wiederlegen zu wollen, läßt sich freilich nichts einwenden, denn das muß ihm unbedingt frei gestellt werden. Aber wenn er sagt: „Es ist dies der bis zum Ekel aufgewärmte Kohl, und auch hier nur ein Dekokt aus frühem Traktätlein, wonach alle (?) frühem Gelehrten, bis selbst auf Raschi, die Dreieinigkeit lehren," so kommt man wirklich in Verlegenheit, was man von solchen Behauptungen denken und darauf erwiedern soll. Mein Gegner wirst mir vor, geschimpft und Lästerworte geredet zu haben, er nennt mich nicht klug und einfältig. Nun, ich überlasse es deyi Urtheile der Leserob ich so unanständig und lästerlich vom Judenthum geredet habe, wie mein Gegner vom Christenthume, das von jeher die Dreieinigkeit bekannt, die er einen aufgewärmten Kohl nennt. Denn nur so kam; ich seine Worte verstehen, indem unmittelbar vorher von der Dreieinigkeit die Rede ist und das Wörtchen „dies" sich doch yur auf das Vorhergehende beziehen kann. Und ich überlasse es eben so dem Urtheile des Lesers, ob es, ich will nicht sagen klug, sondern nur wissenschaftlich ist, wenn mein Gegner die Nachmessung, daß frühere jüdische Gelehrte die Dreieinigkeit lehren, ein Dekokt aus frühem Traktätlein nennt. Sind denn, um nur dieselben gelehrten Herrn hier wieder zu nennen, auf die ich mich in dem Aufstrtze selbst berufen habe, sind.denn Edzardi, Hr. Professor Hengstenberg und Vr. MCaul Traktätlein-Schreiber? Und wenn er sagt, ich redete gar zu Msältig von Metatron, so kann ich mir dies schon gefallen las-

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