Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1845)
- Date
- 1845-05-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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76 L. gegen die Mission unter den Juden, so wie auch alle seine Ansichten und Vorschläge. Die Zeit aber kann es nur bewähren, welche die wahren Freunde Israels sind. Die christliche Heilslehre, wie sie in den heiligen Schriften A. und N. Testaments vorliegt, hat bis jetzt nur die Menschheit ans allem Aber- und Unglauben und dem damit verbundenen vielfachen Elend gerettet und sie dem wahren Glauben zugeführt; sie und nur sie kann und wird es auch ferner. Den Rationalismus aber unter den Israeliten zu verbreiten, dazu bedarf es freilich keiner Missionare mehr, denn sie haben ihr: schon, und in sofern hat Hr. P. L. recht. Schließlich noch die Bemerkung, daß wohl kein Heil davon erwartet werden kann, wenn sich Christen und Juden fortwährend nur ihre gegenseitigen Versündigungen Vorhalten, rmd noch weniger, wenn Christen einander in ihren Bestrebungen für das Wohl Israels nur tadeln. Juden und Christen haben einander viel zu vergebet: und zu vergessen. Die nach religiöser Versöhruntg und Einigung ringende Zeit will richtig verstanden sein und es gilt die Einigungspunkte hervorzuheben und an sie. anzuknüpfen- Das einigende Band zwischen beiden Religionsparteien ist und bleibt die göttliche Offenbarung im A. Testament. Nur auf diesem geheiligter: Boder: karu: Verständigung und Einigung erzielt werden, wogegen die religiöse Menschenweisheit von gestern her nur immer mehr zersplittert, nicht einigt, zerstört und nicht baut. Erwiederung. Das Literaturblatt des Orients enthält in No. 12. eine kurze (?) Anzeige, und die Allgem. Zeitung des Judenthums bringt, ebenfalls in No. 12., eine Privatmittheilung aus Stolpe, unserr: Dibre Emeth betreffend. Die Anzeige im Orient kann bis auf eilten kurzen Satz ganz unberücksichtigt bleiben, da sie durchaus nicht auf die Sache eingeht, sondern es nur mit meiner Person zu thun hat. Dies Blatt aber mit Vertheidigung meiner Person anzufüllen, dazu habe ich eben jo wenig Lust als die Leser desselben Wohlgefallen daran sinder: würden, und hätte ich Lust dazu, so könnte ich nichts Besseres thun, als die Anzeige buchstäblich abdrucken lassen, was ohne Zweifel die glänzendste Vertheidigung sein würde, indem Jnvectiven, besonders so plumpe rrr:d gemeine, wie sie diese Anzeige enthält, wohl nie etwas anderes als Ingrimm verrathen, daß man keine gegründete Anklage vorznbringer: weiß. Die Leser dieser Blätter werden sich aber auch ohnedies denken können, welcher Art diese Anzeige ist, da ich ihnen ja schon einige Proben von der Schmähsucht des Orients mitgetheilt habe, und sie werden sich den rechten Begriff davon machen, wenn sie sich dieselben wenigstens noch zehn Mal ärger denken, als die in No. 4. witgetheilten Proben.