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Dibre Emeth · 1845-05-01 · Heft 5 (Mai 1845) · page 9

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 5 (Mai 1845)
Date
1845-05-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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73 und vornehmlich von Christo gewiesen werden- Und die tmte Anwendung dieses Mittels ist es ja auch gewesen, wodurch die Welt zum Christenthum bekehrt worden. Den Aposteln und allen treuen Dienern des Evangeliums stand kein anderes Mittel zu Gebote, ja ste suchten auch Lm Gehorsam gegen den Befehl des göttlichen Herrn und Meisters kein anderes für die Verbreitung des Christenthums anznwenden. Was daneben geschah, war eben nur Neben-, nicht Hauptsache. 2) Hr. P. L. tadelt dann die Bildung und das Verfahren der Missionare, welche für die Bekehrung der Israeliten thätig sind. Die Missionare sollen nur mit talmudischen Kenntnissen ausgerüstet sein und nicht die Höhe der Erkenntniß haben, um den gebildeten Juden das Christenthum anschaulich zu machen. Ist Hr. P. L. aber auch hierin seiner Sache ganz gewiß? Es ist zu bezweifeln. Die Geisteserzeugnisse der Missionare, wie sie in den vielfach tut Druck erschienenen Berichten und selbstständigen Werken mehrerer derselben vorliegen, geben sowohl über ihre Bildung, als auch ihr Verfahren hinlängliche Auskunft und beweisen, daß es auch hierin anders sei, als Hr. P. L. meint. Mehrere von ihnen sind Candidaten der Theologie und alle, welche die Weihe zum Predigtamt empfangen, haben auch ihre theologische Examina bestanden. Auch sind nicht alle Missionare bekehrte Juden, wie es nach den Bemerkungen des Hrn. P. 8. scheinen könnte, sondern nur zum Theil solche, und daß diese eneteris paribns sich besonders zrun religiösen Wirken unter ihren Volksgenossen eignen, dürste selbst der Hr. P. L. nicht in Abrede stellen. Aber auch die Verfahrungsweise der Missionare ist nicht die, welche Hr. P. L. angiebt. Bildung, Menschenkenntniß und Erfahrnng lehren sie so wohl wie jeden andern Lehrer des ChrLstenthums diejenigen, welche sie unterrichten nach ihren verschiedenen Eigenthümlichkeiten zu behandeln, und was Hr. P. L. S. 4. sagt: „Man erwecke das Sündenbewußtsein, iitbem man den Jndifferentismus wegschafft und zeige, daß in Christo die Erfüllung aller Sehnsucht gegeben ist/' wird gewiß von jedem Missionar beim Unterricht berücksichtigt. Die Missionare sollen ferner, um Beweise ihrer Wirksamkeit beizubringen, Geld und Bücher fortwerfen (S. 4.) Auch hierin ist Hr. P. L. falsch berichtet, vielleicht von Juden, welche die Messen besuchen, auf denen so etwas Vorkommen soll, denn solche Behauptungen hört marl gewöhnlich vor: Juden und sie kehren häufig in jüdischen Zeitschriften wieder, wenngleich sie nichts weniger als erwiesen sind. Wer kann es vom christlichen Standpunkt aus mißbilligen, wenn Gelegenheiten, wie z. B. die Messen, benutzt werden, um durch möglichst bedeutende Verkeilung christlich-religiöser Schriften die Erkenntniß des Christenthums nach verschiedenen Seiten hin zu verbreiten? Daß aber auch hierin mit möglichster Vorsicht verfahren wird, könnte leicht nachgewiesen werden, wenn uns das hier nicht zu weit führte. Was aber die angebliche Geldvertheilung betrifft, so sei es hier bemerkt, daß diese Behauptung eine der ungerechten Beschuldigungen ist, durch

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