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Dibre Emeth · 1845-05-01 · Heft 5 (Mai 1845) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 5 (Mai 1845)
Date
1845-05-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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H7 diese Erkenntniß längst zu haben, die vollkommene Offenbarung zu besitze» und erwarteten nun nur noch einen Verherrliche! ihres Volkes und ihres Tempeldienstes, einen Wiederhersteller ihrer politischen Selbstständigkeit. Za sie gingen so weit, daß sie von diesem Messiassogar die Herrschaft über andere Völker, die Erhebung ihres von Fremden unterjochten Staates zum Weltreiche erwarteten. So seK hatte sich ihr Blick, welcher die auf das Heil der ganzen Welt Mzügkichen Verheißungen der Propheten von dem Messias auffassen sollte, verengt, daß sie einen solchendurchaus nur für sich und nicht für die anderen Völker erwarteten, einen Messias in Pracht und Herrlichkeit und daß sie die Stellen der H. S., welche sich durchaus nicht auf diese Weise mißdeuten ließen, sondern zu deutlich von einem zu Erlösung der Welt leidenden und sterbende« Messias hindeuten, durch die Erfindung eines anderen Messias, des^O^ p tTttfÜ (Messias Sohn Josephs), der dem wahren Messias, dem TVI p (Sohn Davids) vorhergehen, aber sein Werk nicht vollbringen, sondern unterliegen werde, zu beseitigen suchten oder ihre Beziehung auf den Messias ableugveten. Was sollte ihnen bei einer solchen Gesinnung ein Messias, wie Zesus von Nazareth war, helfen? Sie verleugnetm und verwarfen ihn und ließen ihn kreuzigen und erkannten es nicht, daß sie gerade dadurch den Rath Gottes vollbrachten, daß sein Tod am Kreuze das Opfer auch für ihre Sünde sei. Wozu sollten sie auch meinen eines solchen Opfers und eines solchen Hohenpriesters zu bedürfen? Sie meinten ja in ihrer pharisäischm Gerechttgkeit der Gnade Gottes längst gewiß zu sein und verlavgtm von Gott nicht Vergebung sondern Lohn, Gestaltung der äußerm Verhältnisse nach der Idee, die sie von ihrem eigenm Verdienste und ihrer Würdigkeit hatten. Und so stimmtm bis auf dm heuttgen Tag alle ihnen Gleichgesinnte in die Verwerfung Zesu des Messias ein, auch wmn sie die an ihm verübte blutige That nicht billigm mochten und ihre Messiashoffnungen blieben durchaus irdische, auf ihr eigenes Volk beschränkte. Das ist der Standpunkt des Streites über den Messias, wie er zwischm Christen und Juden gewesen ist von Anfang an 5* '

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