Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1845)
- Date
- 1845-05-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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66 sich von dem Messias machten und noch machen bis auf den heutigen Tag verschieden sind und bleiben. Stellen wir, um die Lage'Hes-Sttelles zu Wersche», beide Messiasbegriffe, "den christliches ünd^dkn jMschrn einander gsgenükkr^ "" * Die Christen verstehen, gestützt auf die Worte Mosis und der Propheten, unter dem Messias Zeinen lfrlöfer der ganzen Welt, und zwar einen geistlichen Erlöser, einen Erlöser von der Sünde und ihren Strafen, von Zrrthum und Finstemiß des Geistes. Sie erwarten deshalb nicht irdische Bortheile von ihm oder gar die Gründung eines irdischen Reiches; sondern er soll ein König Her Wahrheit sein und sein Reich ein geistliches. Zn der Annahme seiner Lehre und dem Empfange der ^davon ausgehenden Wohlthatcn soll die Unterwerfung der Völker unter ihn bestehen. Er soll der große Prophet sein, den Moses verheißt (5. M. 18, 15. re.) im Namen des Herrn, der wie Moses einen Bund schließt zwischen Gott und Menschen und zwar nicht mit einem Theile der Menschen, mit einem Volke, sondern mit allen Völkern, daß die Erde voll wird der Erkennmiß des Herrn wie die Wasser des Meeres Grund bedecken, (Zes. 11, 9.) so weit nur irgend im Verlaufe der Zeit die Kunde von ihm dringt. Und er soll für jeden Einzelnen der große Hohepriester sein, nach der Ordnung Melchisedeks, (Ps. 110, 4.) der da ewiglich bleibt, der, nachdem er das große wahrhafte Opfer gebracht hat, Opfer und Speisvpfer aufhörm macht und einem Zeden, der an ihm Theil hat, den Zugang zu Gott vermittelt. (Daniel 9, 24 re.) Das Alles finden sie in Christo erfüllt und der Welt dargeboten, und darum erkmnen sie ihn als den Messias. Die Juden dagegen zogen schon zu den Zeiten Christi jene hohen geistlichen Verheißungen der Propheten von der Herrschaft des Messias, und der Ausbreitung seines Reiches ins Gebiet der Sinnlichkeit herab. Sie mißverstanden die von dem alttestamentlichen Gottesdienste und dem Reiche Davids hergenommenen Bilder und ermatteten nicht mehr einen Propheten, der aller Völker und auch der Juden Licht, sein soll; sie zu der rechten Erkenntniß Gottes zu führen (Zes- 49, 6. Cap. 60, 1 —? 3.), sondern sie meinten