Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 4 (April 1845)
- Date
- 1845-04-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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HZ reri; denn damit würden Sie Ihre Glaubensgenossen, oder vielmehr die Inden,— denn Sie dürften wohl selbst von vielen Juden nicht mehr als ihr Glaubensgenosse betrachtet werden, — weit tiefer erniedrigen, als sie jemals von ihren größten Feinden erniedrigt werden konnten, und nur zu Haß und Verfolgung Veranlassung geben. Wir haltert es für ganz unnöthiz, auf eine Widerlegung all der säubern Epitheta, mit welchen Christus und der dreieinige Gott, die Missionsgesellschaften und ihre Missionare in den Mittheilungen aus dem Oriente belegt werden, weiter einzugehen; unsere Leser werden sie selbst richtig beurtheilcn und uns daher gern die Widerlegung derselben erlassen. Aber an vr.F. selbst möchten wir noch die Fragen richten, ober sich denn nicht schänlt, auch noch fernerhin den Lehrstuhl einer christlichen Universität zu betreten, nachdem er öffentlich Christum und den dreieinigen Gott so frech gelästert hat? ob er sich nicht schämt, sich auch noch fernerhin nicht etwa bloß zum Lehrer einer Gemeinde seines Volkes, sondern zum Lehrer der Lehrer und zum Vertreter der Rechte und der Emancipation seines Volkes aufzuwerfen, nachdem er die Majestät und die Behörden gelästert hat? ob er sich nicht schämt, finit Blatt auch noch fernerhin ein Blatt „zunächst für Staatsmänner und Gesetzgeber, für höhere Theologie und Orientalismus, für Bibliotheken und Museen" zu nennen, nachdem er solche Grundsätze darin niedergelegt und allen Gesetzen und jedem Zweige der Theologie Hohn gesprochen hat? Oder ob er sich etwa zu denen zählen will, von welchen der Herr Jer. 3, 3 redet? Armes Volk! das solche Menschen zu Lehrern und Stellvertretern hat, Menschen, denen man Jes. 28, 15 zur Beherzigung vorlegen möchte; armes Volk! wir beklagen und bedauern dich aufrichtig, und wünschen dir von ganzem Herzen, daß der Herr dein Gott, der Gott deiner Väter Abrahams, Isaaks und Jakobs, sich recht bald deiner erbarmen und dir nach seiner Verheißung, Jer. 3, 15, Hirten erwecken wolle, die dich weiden mit Lehre und Weisheit, ja, daß Er dir den einigen Hirten erwecken wolle, den Er dir, Hes- 34, 23 und 37, 24 verheißen hat; und Ihr redlichen und aufrichtigen Israeliten werdet ohne Zweifel alle solche traurige Erscheinungen, wie der Orient und sein Herausgeber sind, rnit uns aufrichtig beklagen, und euch mit Abscheu und Verachtung von ihnen wegwenden. Möget Ihr auch immerhin die Mission angreifen, ja möget Ihr selbst unfern christlichen Glauben, unser theuerstes Kleinod, angreifen und bekämpfen, wir werden Euch dies wahrlich nicht verargen, sobald der Kampf nur mit Würde und wissenschaftlich geführt wird, ja wir werden einen solchen Kampf als ein erfreuliches Zeichen der Zeit begrüßen, indem wir darin nur das Erwachen zu einem neuen Leben erkennen können. Aber Lästerer und Werläumder werden wir stets in das rechte Licht zu stellen suchen und six, wie sie es verdient haben, der Verachtung preisgeben, ob sie da-