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Dibre Emeth · 1845-04-01 · Heft 4 (April 1845) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 4 (April 1845)
Date
1845-04-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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61 verfälschen. In dem Bericht aus Frankfurt a. d. O. in No. 18. des Orients theilt er nämlich einen Anschlagezettel mit, wie er die Anzeigen und Einladungen des Missionar Hartmann und seiner College« zu nennen beliebt, und sagt, daß er „in dem den Inden nicht mehr verständlichen Kauderwelsch geschrieben sei," und damit sowohl seine Aussage, so wie auch, daß er den sogenannten Anschlagezettel wörtlich mittheile, den Schein der Wahrheit erhalten möchte, macht er die Anmerkung: „der typographischen Schwierigkeit wegen gebe ich hier denselben umschrieben," und fugt selbst den Namen und die Wohnung des Missionar Hartmann bei. Das ist wirklich lächerlich und frechlügenhast zugleich! Die Inden sollen das jüdische „Kauderwelsch" nicht mehr verstehen! Hr. vr F., das ist eine Behauptung, bei der ihnen Inden und Christen ins Gesicht lachen müssen, und mit der Sie zugleich auch vielen Lesern ihres Orients offen zeigen, wessen -Geistes Kind Sie sind. Denn unter den Tausenden von Juden, die jede Messe noch Frankfurt kommen und denen zum größten Theile die fogenanntcn Anschlagezettel bekannt sein müssen, indem jedesmal 300 *| unter sie vertheilt werden, sind gewiß auch eine ziemliche Anzahl Leser Ihres Orients, die es eben so gut wissen, wie Sie, daß diese Anzei- 1 geil niemals in dem jüdischen „Kauderwelsch," sondern jedesmal in demselben deutsch, in welchem Sie eine solche Anzeige abdrucken lassen, geschrieben worden sind, und die es eben so gut wissen, wie Sie, daß Sie srech genug gewesen sind, die Worte: „mit einem Vorrath von heiligen Schriften" mit denen: „mit einem wohlaffortirten Lager von heiliger: Schriften" zu vertauschen und den Namen des Missionar Graf in den Vornamen des Missionar Hartmann zu verwandeln. Warum thun Sie das Hr. vr. F.? Doch wohl aus keinem andern Gründe, als dem Ganzen wenigstens den Schein der Lächerlichkeit zu geben. Oder meinen Sie etwa, daß alle Ihre Glaubensgenossen, oder doch wenigstens die Leser Ihres Orients solche „Ergötzung" an Verfälv| schung von Worten und Namen, ja selbst an Bestätigung einer Lüge | finden werden, wie Sie? Für cm solches Kompliment werden sich aber j nicht nur. die meisten ihrer Glaubensgenossen und hoffentlich auch der j Leser des Orients höflichst bedanken, sondern auch die Christerr, welche j die Juden nur einigermaßen kennen, werden dagegen feierlichst Protest!-

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