Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1845-04-01 · Heft 4 (April 1845) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 4 (April 1845)
Date
1845-04-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554542-2554547--00069-2555836
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

60 eittM Jeden, der nicht denkt und handelt, wie er und feilte Berichterstatter, lästert, ist so, daß wohl Jedermann sogleich die Beschaffenheit seines Geistes und Herzens erkennen kann. Damit jedoch die Leser dieser Blätter sich einen deutlichen Begriff von vr. F. machen können, sei es erlaubt, noch einige Bemerkungen diesen Mitthcilungen aus dem Oriente hinzuzufügen. Wäre Di*. F. ein frommer altgläubiger Jude, ein strenger Anhänger des Thalmuds, und wie solche Leute in der Regel sind, unbekannt so wohl mit der Mission und dem Wirken der Missionare, als auch mit der Lehre des Christcnthums, so wäre es ihm zu verzeihen, wenn er solche Lügen und Lästerungen in feilten Orient aufnähme; aber nun ist bei ihm weder dieses noch jenes der Fall. Er ist nichts weniger, als ein Anhänger und Vertheidiger des Thalmnds und seiner Lehren, auch ist er mit der Mission und dem Christenthume nicht unbekannt. Hr. vr. F. hat vielfach mit den Missionaren in Verbindung gestanden, hat im Jahre 1827 von dem damals in P. stationirten Missionar W. längere Zeit hindurch in der christlichen Religion Unterricht genoffen, und sollte binnen wenig Tagen getauft werden, als er plötzlich verschwand, vr. F. weiß daher aus eigener Erfahrung gar wohl, daß die Missionare keinen „Seelenhandcl" treiben, auch kennt er das Christenthum nicht etwa aus dem todten Buchstaben bloß, sondern aus vielfachem Umgänge mit wahren Gliedern Christi, und eben so wenig sind ihm die Statuten und Berichte der evangelischen Missionen unter den Juden unbekannt, woraus er wissen muß, daß solche Mittel, deren sich die Missionare nach seinen Berichterstattern bei Ausübung ihres Berufes bedienen sollen, von den Missionsgesellschaften verabscheut und verworfen werden, und daß sie keinesweges „die Verführung," sondern die Belehrung zum Zwecke haben. Allein dessen ungeachtet nimmt, vr. F. Berichte über die Missionsgesellschasten und ihre Missionare in seinen Orient auf, von denen er die Ueberzeugung haben muß, daß sie nichts anders als Schmähungen sind; ja er spricht dabei ganz unverholen seine Freude an solchen Schmähungen aus, \\\* dem er wissentlich, wie wir sogleich Nachweisen werden, eine offen ausgesprochene Lüge bestätigt und sich nicht scheut, sowohl Namen wie auch Anzeigen, die nach seiner eigenen Aussage gedruckt vor ihm lagen, zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.