Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 4 (April 1845)
- Date
- 1845-04-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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66 «ich die Beantwortung dessen, was Du über das Aufgeben der Messiashoflnungm und die verloren gegangene Sehnsucht nach dem heiligm Lande sagst, einem spätem Briefe vorbehaltm. Nur eins muß ich doch noch berühren. Du bist mit Christm befrelmdet und scheuest Dich in Deinem Briefe nicht, den von ihnen verchrten Namen, den unsere Bäter uns verfluchen lehrten, offen zu nmnm. Du siehst, Du bist selbst nicht mehr der alte. Es kann sich auch jetzt niemand den Forderungen der Zeit mtziehen. Und das war eine derselben, daß wir toleranter wurden gegen das Christenthum, diese Religion nicht mehr als Götzendienst verlästerten, dem Stifter desselben das Verdienst, ein Lehrer der Völker geworden zu sein, nicht mehr'absprechen und uns seinen Bekenner», die dasselbe moralische Gesetz als wir haben und zu befolgen suchen, immer mehr annäherten, um als Kinder eines Gottes in Liebe zusammenzuleben, worin sie in neuerer Zeit uns entgegengekommen sind. Zch Habe daher auch Freunde unter ihnm, deren Umgang mir lieb und förderlich ist. Aber doch möchte ich Dich vor denen wamm, die Dir so vortrefflich erscheinen. Zch erkenne aus Deinm kurzm Andeutungen die wieder, welche hier die eigentlich Gebildeten und Aufgeklärten unter dm Christen eine Secte nmnen, welche die Finsterniß früherer Jahrhunderte, in denm die Christm ja auch uns verfolgten, wieder zurückführen wollen. Zch will Dir wenigstens eine scharfe Prüfung «machen. Nun, lebe wohl! Der Gott der Wahrheit sei mit Dir! Dein ttmer Freund Simon. Der Grient, ein Lügenblatt. Wohin cs mit dem Menschen kommen kann, wenn er gegen seine Ueberzeugung handelt, davon ist Herr vr. Fürst in Leipzig ein lebendiges Beispiel. Wir wissen es ans guter Quelle, daß vr. F. mit der Mission unter den Juden vollkommen bekannt ist, vielleicht bekannter als irgend ein anderer von den gelehrten Juden, und doch ist er cS gerade, der die gröbsten Unwahrheiten und Schmähungen über diese Mission als unbezweifclte Wahrheit in das von ihm redigirte