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Dibre Emeth · 1845-04-01 · Heft 4 (April 1845) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
1 (1845)
Issue
Heft 4 (April 1845)
Date
1845-04-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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zurBefolgung empfehlen? Und sind nicht manche Bestimmungen M -eM strengm ra-bmischen Gesetze, genau genommengegen die Gottesfurcht? Einer der neuern Schriftsteller für die Refonn, dem ich Mich nicht unbedingt folgen möchte, sagt doch ganz richtig in Beziehung auf das Sabbathgrsetz: „Wir sollen an diesem Tage mcht arbeiten. Nun muß aber das Licht geputzt, 'der Ofm geheizt, das Essen herbeigeschafft werden. Das geschieht durch Men Christen. Allein wir dürfen ja auch Mcht für uns arbeiten lassen. Der Christ muß sich also beim Ofm wärmen, bei Licht etwas arbeiten, vom Essen etwas bekommen, damit er diese Arbeit nicht für uns, sondern für sich thue. Zch soll nichts auf öffentlicher Straße tragen. Ohne Taschentuch aber kann ich nicht sein. Zch binde es mir um den Leib und Gott hat das Zusehen. Zch soll nur 2000 Ellen gehen. Nun muß ich aber 4000 gehen. Zch weiß mir zu helfen. Zch verberge auf der Hälfte des Weges M Stück Brod und sage: Zch wohne hier. So gehet es fort in Spitzbübereien gegen Gott. Dies Wort ist hart, aber die Sache noch härter, wenn man sie unbefangen betrachtet. Gegen die Menschen waren die Zuden nur Bettüger, wenn sie durch Verschließen einer rechtlichen Nahrungsquelle dazu gezwungen wurden; gegm Gott aber waren fie wirkliche Bettüger." — Das sind Worte des Rabbiner Samuel Hirsch in Luxemburg, welche eine Schattenseite des rabbinischen Gesetzes zwar scharf, aber tteffend bezeichnen. — Doch ich gehe weiter auf Deine Anklagen ein. Du wirfst ferner den aufgeklätten Zuden Unglauben an die Erzählungen der Schrift vor und leitest daraus ihre Gleichgültigkeit gegm dieselbe ab. Es läßt sich nicht ableugnen, daß viele von dem Zeitgeiste, der nach Abwerfung aller Bande trachtet, si-rtgeriffm, die Unttüglichkeit des Thenach (Bibel) nicht mehr anerkennm und diese Zweifelsucht sämmt dem materiellen Sinne, der jetzt in allen Verhältnissen herrscht, sie von der Lesung des Heiligsten der Bücher zurückhält. Za, es mögen selbst von einzelnen Rabbinern, die von der neum Philosophie angesteckt sind, Amßeruvgm gethan sein, nach welchen man schließen könnte, die neuere Richtung wolle auch dem Thenach sich nicht mehr unter-

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