Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 1 (1845)
- Issue
- Heft 3 (März 1845)
- Date
- 1845-03-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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47 mit seiner Macht den Menschen Sündenvergebung und Heiligung gewähren will> und! das 'nicht erwartet von dem Willen des Menschen, der durch die. Sünde also gebunden ist, daß er nicht das Gute thllk, das er will, sondern das Böse, das er nicht will? Vergleiche die schon oben angeführte Stelle Psalm 49, 8 u. 9. Wird nicht die Cr- | lösung des Sünders Jesaias 53, V. 4-^12 dem Messias zugeschrieben? Oder will vr. H. auch diese Stelle vom Jndenthum verstehn? wobei doch nur Unsinn zum Vorschein kommen könnte. Die gegebene Nachweisung mag genügen, um den Geist zu bezeichnen,. der aus den. Predigten des Br. H. spricht. Wir bemerken nur noch im Allgemeinen, daß vr. H. die Kraft des Judenthums nicht in die biblische Messiaslehre legt, von der er doch selbst so richtig sagt, sie sei der Grundpfeiler der jüdischen Religion, sondern in die allgemeinen moralischen Wahrheiten , welche das Judenthum Ln die Welt «angeführt habe , und die vr. H. Pag*. 13 M. 14 speciell aufführt. Hätte er ordentlich Geschichte getrieben, so würde er wissen, daß sämrntliche von ihm in der angeführten Stelle ausgezeichneten Wahrheiten die Wahrheit von der Einheit Gottes, die ec trotz der Messiaslehre, fctefeö\ ©rivnbpfctferö des Judenthums, an die Spitze desselben stellt, sich in den Schriften der Heiden Plato, Aristoteles u. s.w. sinden. Haben diese Heiden ihre Weisheit etwa auch den Juden zu verdanken? Weiß vr. H. nicht, daß der Unterschied zwischen Christen und Juden in der Glaubenslehre liegt? Wir predigen den dreieinigen Gott und das Blut des Herrn, das die Sünder rein macht von der Sünde. Das ist unser Panier! Wie kann Herr Vr. H. Pag'. 15 behaupten: die Christenheit sei ein. Kind des Judenthums und habe die Mutter verlassen? So lange Israel sich nicht zu dem Heiland bekehrt, bleibt zwischen ihm und uns eine tiefe Kluft befestigt, die alle Rabbinische Weisheit dieser Welt und alle bürgerlichen Emancipationen nicht ausfüllen werden. Zwischen Christo und dem Judenthum, wie es sich nach Christi Auferstehung gestaltet hat, ist nur eine Verwandtschaft des Fleisches und ß nicht des Geistes, und wenn, was den Geist und die Lehre betrifft, | vr. H. uns Christerr Schüler der Juden nennt, so ist das, auch vom J Standpunkt der Geschichte aus betrachtet, eine große Lüge, welche selbst f die Juden als eine solche anerkennen müssen. Das Unglück ist, daß § vr. H. die elenden Satzungen der christlichen, oder richtiger gesagt, der unchristlichen Aufklärerei, deren Diener er selbst geworden ist, für Chri- 1 stcnthum hält. j Schließlich erwähnen wir noch einer Behauptung des vr. H., die E rvir für eine arge Frechheit erklären müssen. Es heißt Pag*. 25: „Die ' Propheten hätten den Opferdienst verworfen." Wie will vr. H. das Nachweisen?' Aus diesen und ähnlichen Unwahrheiten zieht er folgenden Schluß Pag. 27: „ Wenn ich -jüngst öffentlich sagte, daß wir biblische Gebote nicht antasten sollten, so geschah das Mw, weil ich unsere